MOOCs weiter im Aufwind
Die vielfach kostenlosen Online-Kurse sollen universitäre Bildung für alle Bevölkerungsschichten weltweit zugänglich machen. Zu den Anbietern von MOOCs gehören mittlerweile neben amerikanischen Universitäten wie Standford und Harvard auch deutsche Institutionen wie die Ludwig-Maximilians Universität in München oder das Hasso Plattner Institut in Potsdam. Immer mehr Anbieter ermöglichen zudem ein Zertifikat als anerkannten Abschluss.
Kritik an MOOCs
Obwohl zunächst hoch gelobt, gibt es an MOOCs mittlerweile auch Kritik. So brechen viele Teilnehmer die Kurse vorzeitig ab oder registrieren sich nur, ohne tatsächlich Aufgaben zu lösen. Eine Studie in den USA hat außerdem gezeigt, dass sich an MOOCs besonders häufig Menschen beteiligen, die auch andere Möglichkeiten hätten, sich weiterzubilden oder zu studieren. Die eigentliche Idee von MOOCs, Bildung für einen größeren Kreis zu öffnen und damit zu demokratisieren, sei deshalb nicht erreicht, so die Autoren der Studie.
Verschärft Online-Lernen die Ungleichheit der Bildung?
Sie hatten anhand der Analyse von 68 Kursen festgestellt, dass MOOCs vor allem von Teilnehmern genutzt werden, die als gebildet gelten und das Geld hätten, um kostenpflichtige oder teurere Angebote zu nutzen. Die Wahrscheinlichkeit, ob jemand an einem MOOCc teilnimmt und diesen mit einem Abschluss beendet, steigt demnach mit dem Jahreseinkommen. Die Studie kommt deshalb zu dem Schluss, dass Online-Lernen die Ungleichheit der Bildung weiter verschärft statt sie zu demokratisieren.
Finanzmanagement und Verhandlungsführung als Themen populär
Aktuell werden rund 4.200 MOOCs von Universitäten angeboten, dazu kommen auf den Weiterbildungsbereich ausgerichtete Angebote von Plattformen wie zum Beispiel Udemy, der LinkedIn-Tochter Lynda oder Skillsoft. Zu den populärsten Themenbereichen gehören Finanzmanagement, Verhandlungsführung und Management.
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