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Entsendung ins Ungewisse ist zu oft die Regel

Viele Entsandte werden vor der Abreise nicht über Unruhen in den Zielländern aufgeklärt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mangelnde Information und zu wenig Risikomanagement gefährden die Sicherheit von Mitarbeitern auf Auslandsreisen. Jeder zweite Geschäftsreisende wird – so eine neue Studie des Deutschen Reiseverbands - von seinem Arbeitgeber nicht über politische Unruhen im Zielland informiert.

Nicht immer lassen sich Geschäftsreisen oder Entsendungen in Länder vermeiden, in denen die Sicherheit der Reisenden durch politische Unruhen gefährdet ist. Aktuelle Beispiele sind die Ukraine, Thailand und Venezuela. Deshalb wünschen sich acht von zehn Auslandsentsandte entsprechende Informationen zum Zielland, bevor sie die Reise antreten. Doch nur bei 48 Prozent erfüllt der Arbeitgeber diesen Wunsch. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Chefsache Business Travel 2014" von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Einreisebestimmungen transparent klären 

Bei Fernreisen sind auch Informationen über Einreisebestimmungen wichtig, zum Beispiel, ob der Mitarbeiter einen Reisepass benötigt oder ein Visum beantragen muss. 83 Prozent der Geschäftsreisenden legen Wert auf Hilfe des Arbeitgebers in solchen Fragen, aber nur 60 Prozent bekommen sie.

Umfassende Information im Sinne des Unternehmens 

"Vor der Reise sollten sich die Mitarbeiter darauf konzentrieren, ihre Termine gründlich vorzubereiten, damit sie den gewünschten Erfolg bringen", sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. "Es kann nicht im Sinne der Unternehmensführung sein, wenn sie mit Recherchen zum Zielland Zeit verlieren. Gerade bei Reisen in Krisengebiete sollten die Chefs ihre Fürsorgepflicht sehr ernst nehmen, indem sie zum Beispiel dafür sorgen, dass Reiseexperten wichtige Informationen zuliefern."   


Haufe Online Redaktion

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