Executive MBA: Ranking der Financial Times

Bereits zum 20. Mal hat die Financial Times 2020 ein Ranking der weltweit besten Executive-MBA-Programme erstellt. Ein Zusammenschluss zweier Business Schools erobert den ersten Platz von der HEC Paris zurück. Wirtschaftshochschulen aus den Schwellenländern sind überproportional im Ranking vertreten.

Die Kellogg School of Management der Northwestern University aus den USA bietet gemeinsam mit der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) einen Executive Master of Business Administration (EMBA) an. Im EMBA-Ranking der Financial Times von 2020 belegt das Programm bereits zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren den ersten Platz. Lediglich 2019 führte die HEC Paris, die in diesem Jahr auf den dritten Platz abrutscht, das Ranking an. Von Rang fünf auf den zweiten Platz klettert dagegen die China Europe International Business School (CEIBS) mit Sitz in Shanghai.

Chinesische EMBA-Programme dominieren Ranking der Financial Times

Insgesamt fünf der Top-Ten-EMBA-Programme sind aus China, mit chinesischer Beteiligung oder werden in China angeboten. Hinzu kommen zwei Business Schools aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Die asiatische Vormachtstellung im Ranking lässt sich vor allem mit der Methodik erklären, mit der die Financial Times die Rangliste erstellt: Das Gehalt der Absolventen drei Jahre nach dem Abschluss sowie der durchschnittliche Gehaltszuwachs machen jeweils 20 Prozent der Gesamtbewertung eines Programmes aus. Da das Gehalt jeweils entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, PPP) umgerechnet wird, profitieren Schulen aus China und Schulen in Schwellenländern von der Stärke des Dollars und es kommt zu Verzerrungen. So verdienen Alumni des Siegers Kellogg/HKUST durchschnittlich rund 530.000 Dollar jährlich, an der angesehenen Schweizer Business School IMD, die den 29. Platz belegt, dagegen nur 255.000 Dollar.

Deutsche Business Schools im EMBA-Ranking

Aus Deutschland sind insgesamt sieben Wirtschaftshochschulen im Ranking der Financial Times vertreten: Die ESCP Business School mit einem Standort in Berlin macht sieben Plätze gut und erreicht mit Rang sieben die Top Ten. Das gemeinsame EMBA-Programm von Kellogg und der WHU Beisheim klettert sogar um 18 Plätze auf den 16. Rang. Außerdem im Ranking vertreten sind die EMBA-Programme der Essec Business School/Mannheim Business School (32. Platz), der ESMT Berlin (39.), das alleinige Programm der Mannheim Business (72.) sowie das der Frankfurt School of Finance and Management (76.). Außerdem belegt die britische Henley Business School mit einem Campus in München den 66. Platz.

An wen sich der Executive MBA richtet

Der EMBA richtet sich im Gegensatz zum MBA an das obere Management. Das Studium wird berufsbegleitend als Teilzeitprogramm absolviert und ermöglicht einen unternehmensbezogenen MBA-Abschluss in maximal zwei Jahren. Der EMBA wird vor allem den Bedürfnissen von Top-Managern mit langjähriger Berufserfahrung gerecht, die in Vollzeit arbeiten.


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Financial Times / MBA Journal Bärbel Schwertfeger
Schlagworte zum Thema:  MBA, Führung, Studium, Personalentwicklung