Den ersten Platz im Ranking belegt das EMBA-Programm der Kellogg School of Management (Bild) und der Hong Kong University of Science and Technology. Bild: Mike Crews

Welche Executive-MBA-Studiengänge lohnen sich wirklich? Diese Frage beantwortet die Wirtschaftszeitung "Financial Times" regelmäßig mit einer Rangliste der Top-100 EMBA-Programme. Die Ergebnisse des aktuellen Rankings finden Sie hier. 

Im neuen Ranking der Financial Times (FT) zu den weltweit besten Executive-MBA-Programmen stehen erneut Studiengänge an der Spitze, die von mehreren Schulen gemeinsam angeboten werden. Auf Platz eins landet wie im Vorjahr die amerikanische Kellogg School of Management mit ihrem gemeinsamen Programm mit der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST). Auf Platz zwei liegt als Neueinsteiger der EMBA - Global Asia, den die Columbia Business School mit der University of Hong Kong und der London Business School (LBS) anbietet, gefolgt vom Tiemba-Programm der Pekinger Tsinghua University zusammen mit Insead. Bestes deutsches Programm ist der Kellogg-WHU Executive MBA auf Platz 23.

EMBAs: Warum chinesische Schulen gut abschneiden

Wichtig für das gute Abschneiden eines Studiengangs dürfte die Kooperation mit einer chinesischen Schule sein. Denn beim FT-Ranking zählt vor allem das Gehalt beziehungsweise die Gehaltssteigerung, die entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, PPP) umgerechnet werden. Da die Kaufkraft des Dollars in China und anderen Schwellenländern aber bei einem Vielfachen der Kaufkraft des Dollars in Europa liegt, kommt es zu abstrusen Verzerrungen, von denen vor allem Schulen in China profitieren.

Das zeigt ein Blick auf die Gehälter. So liegt das Gehalt beim Spitzenreiter Kellogg/HKUST bei stolzen 478.379 Dollar und damit erheblich über dem der anderen Programme. Zum Vergleich: Absolventen am Insead verdienen 281.892 Dollar, an der US-amerikanischen Wharton School sind es 238.926 Dollar.

Die best-gerankten MBA-Einzel-Programme

Das beste Programm einer Schule allein ist ebenfalls ein Programm in China: Die Jiao Tong University in Shanghai liegt auf Platz sechs, gefolgt von dem Programm der Washington University in China. Insead mit Standorten in Frankreich, Singapur und Abu Dhabi erreicht Platz acht, die Oxford Said Business School Platz neun und die ESCP Europe, die auch einen Campus in Berlin hat, verbessert sich um zwei Plätze auf Platz zehn. Die ESMT erreicht Platz 31.

Deutsche Business Schools im Financial Times Ranking

Auch die Mannheim Business School profitiert von China. Mit ihrem gemeinsamen Studiengang mit der Tongji University gelingt ihr nicht nur der Neueinstieg ins Ranking, das Programm liegt mit Platz 46 sogar einen Platz vor ihrem Programm mit der französischen Essec Business School auf Platz 47. Auch hier zeigt sich der Gehaltsvorteil. So verdienen die Absolventen des Essec-Mannheim Programms 161.120 Dollar. Beim Mannheim-Tongji Executive MBA sind es 189.272 Dollar.

Die Frankfurt School verschlechtert sich von Platz 81 auf Platz 92. Die HHL Leipzig Graduate School of Management, die im Vorjahr auf Platz 85 lag, ist nicht mehr vertreten.

EMBAs in der Schweiz und Österreich

Beste Schweizer Schule ist das IMD auf Platz 29, das generell im FT-Ranking schlechter abschneidet, weil es kein PhD-Programm hat und vor allem anwendungsorientierte Forschung betreibt. Die Universität St. Gallen kommt auf Platz 45, die Universität Zürich auf Platz 58 und die HEC Lausanne auf Platz 70. Die Wirtschaftsuniversität Wien landet mit ihrem Global EMBA - gemeinsam mit der Universität Zürich - auf Platz 58.

Schlagworte zum Thema:  MBA, Führungskräfteentwicklung, Business School, Karriere

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