Auch bei der Büroarbeit lässt sich so einiges automatisieren
Etwa vier von fünf Bürokräften (79 Prozent) geben an, dass sie mindestens 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Routineaufgaben beschäftigt sind. Bei rund einem Drittel der Bürokräfte besteht sogar mehr als die Hälfte der Arbeitszeit aus wiederkehrenden Standardaufgaben. Dies besagt eine aktuelle internationale, allerdings nicht repräsentative Befragung von 300 Fach- und Führungskräften im Auftrag des Softwarehauses Kyron. Teilgenommen haben Beschäftigte aus Unternehmen mit einer Größe von mindestens 1.000 Mitarbeitenden in mehreren Ländern. Die Befragten arbeiten in verschiedenen Abteilungen, darunter Buchhaltung, Personalwesen, Finanzwesen, Vertrieb sowie in Callcentern. Kyron selbst ist spezialisiert auf Unternehmensautomatisierung, robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA) und Prozesserkennung.
Großteil der Beschäftigten wünscht sich einen digitalen Assistenten
Für robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA) gibt es den Umfrageergebnissen zufolge also durchaus eine Menge Ansatzpunkte. Tatsächlich sagen 78 Prozent der Befragten, dass sie sich einen digitalen Assistenten wünschen, der ihnen repetitive und alltägliche Aufgaben abnimmt. 96 Prozent der Befragten haben laut der Umfrage zudem das Gefühl, dass ihre Produktivität durch Routinetätigkeiten, die eigentlich leicht automatisiert werden könnten, beeinträchtigt wird.
Die durch Automatisierung frei werdende Zeit würden sie anderweitig einsetzen können. Denn gleichzeitig wünschen sich die Fach- und Führungskräfte mehr Zeit für die berufliche Entwicklung (62 Prozent), für kreatives Denken (52 Prozent) und für strategische Überlegungen (48 Prozent). "Mitarbeiter sind bereit, produktivitätsmindernde Aspekte ihrer Arbeit an RPA-gestützte Bots abzugeben", kommentiert Mayk Tillinski, leitender Manager bei Kryon, die Ergebnisse. "Heute ist Automatisierung im Unternehmen viel leichter und schneller umzusetzen als früher. Aber bisher kratzen die Unternehmen nur an der Oberfläche dessen, was mit Automatisierung möglich ist", so Tillinski. Zeitgemäße Systeme könnten heute sogar selbstständig Prozesse erkennen, bei denen Automatisierungspotenzial besteht.
Ansatzpunkte für mehr Automatisierung im Büroumfeld
Derzeit liegt der Schwerpunkt der Automatisierung laut der Kyron-Befragung mit 64 Prozent auf der Dateneingabe und dem Berichtswesen. Doch die Mitarbeitenden sehen Automatisierungspotenzial auch bei Aufgaben im Bereich der Verwaltung (57 Prozent), der Schulung und Weiterbildung (49 Prozent) sowie der Problemlösung (71 Prozent). Der einzige Bereich, den ein signifikanter Anteil der Befragten nicht automatisieren möchte, ist die Kommunikation mit Kunden und Kollegen.
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