Erstellen von Zeugnissen kostet HR viel Zeit – und Nerven
Wie viel Arbeit steckt eigentlich in einem Arbeitszeugnis? Um das herauszufinden, hat Haufe in Kooperation mit der RIM Marktforschung GmbH eine Online-Umfrage in deutschen Unternehmen aller Branchen mit mehr als 250 Mitarbeitern durchgeführt. Insgesamt 102 Personaler, 102 Führungskräfte und 202 Mitarbeiter haben im März 2015 daran teilgenommen.
Das Ergebnis zeigt: Nicht nur auf HR-Seite, sondern auch auf Seiten der Führungskräfte werden im Prozess der Zeugniserstellung viele Ressourcen gebunden, wenn monatlich etwa 38 Arbeitszeugnisse erstellt werden müssen. Das sorgt für Unzufriedenheit auf beiden Seiten. So sind 81 Prozent der befragten Personaler mit dem Prozess der Zeugniserstellung nur einigermaßen bis gar nicht zufrieden. Bei den Führungskräften sind es 86 Prozent.
Ablauf der Zeugniserstellung ist oft langwierig
Die Führungskräfte bemängeln dabei vor allem, dass das Arbeitszeugnis zu lange in der Personalabteilung liege (31 Prozent). Doch auch 44 Prozent der Personaler sagen wiederum, dass es zu lange beim Vorgesetzten hängen bleibe. Die Abstimmung zwischen HR und Führungskräften wird entsprechend häufig als „umständlich und langwierig“ beschrieben: 30 Prozent der Personaler und 14 Prozent der Führungskräfte sind dieser Meinung. Die Kommunikation zwischen beiden läuft dabei zumeist noch per Post. Ein Drittel der HR-Mitarbeiter verlieren dabei sogar den Überblick über den Bearbeitungsstand der auszustellenden Zeugnisse – aufgrund unklarer Prozesse, organisatorischer Strukturen oder fehlender Systeme.
Dabei hängt die Dauer der Zeugniserstellung – von der Anforderung durch einen Mitarbeiter bis zur Aushändigung – auch davon ab, ob eine Software dafür im Einsatz ist: Bei 72 Prozent der Unternehmen ohne spezielle Zeugnis-Software dauert dies länger als zwei Wochen. Mit einer Software brauchen 47 Prozent circa eine Woche.
Auch diese News zum Thema Arbeitszeugnis könnten Sie interessieren:
- Wann muss ein Arbeitszeugnis korrigiert werden?
- Kein neuer Maßstab für Darlegungs- und Beweislast
- Auch Umschüler haben einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
509
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
296
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
279
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
271
-
Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
238
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
192
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1844
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
177
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
109
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1048
-
Wo deutsche Unternehmen ihr Potenzial verschenken
12.05.2026
-
Produktiv mit Künstlicher Intelligenz
12.05.2026
-
Lost in Translation: Wenn Employer Branding an Blue Collar vorbeiredet
11.05.2026
-
KI-Kompetenzen werden zum Vergütungsthema
07.05.2026
-
Gesundheitsförderung im Homeoffice: Tipps für HR
07.05.2026
-
Recruiting mit KI: Wie Sie Effizienz steigern und Talente trotzdem überzeugen
06.05.2026
-
Arbeitskosten in Deutschland verteuern sich weiter
30.04.2026
-
Fehler bei der Gehaltsabrechnung kosten Millionen
29.04.2026
-
Komplementäre Führung – Modell für Orientierung und Praxis
29.04.2026
-
Was das Betriebsrentenstärkungsgesetz bringt
28.04.2026