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"Blurring": Deutsche vermischen nicht gern Arbeit und Privates

Laut Umfrage stehen Deutsche der Vermischung von Arbeit und Privatem kritisch gegenüber.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Das sogenannte "Blurring", die Vermischung von Privatem und Geschäftlichen, schreitet global weiter voran – etwa, wenn Arbeitnehmer Dienstgeräte auch in ihrer Freizeit einsetzen. Einer internationalen Studie zufolge stehen Deutsche und Franzosen dieser Entwicklung aber kritisch gegenüber.

Die Studie zeigt, dass die fortschreitende Vermischung zwischen Beruflichem und Privaten, nach dem englischen Wort für "vermischen" ("blur") auch "Blurring" genannt, nicht nur in Deutschland ein Thema ist. Ob der Trend eher als Bedrohung oder Möglichkeit wahrgenommen wird, ist jedoch von Land zu Land unterschiedlich. Dies sind einige Erkenntnisse der "Pullman Ipsos-Umfrage", für die das Forschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Hotelkette Pullman 2.200 internationale Geschäftsreisende aus sieben Ländern (Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA) befragt hat.

Wenig Privates an deutschen und französischen Arbeitsplätzen

Zwar nimmt die Zielgruppe der Befragung insgesamt die positiven Aspekte des "Blurring" wahr: Die meisten sind der Meinung, dadurch effizienter (83 Prozent) und produktiver (82 Prozent) arbeiten zu können; 32 Prozent der Befragten glauben gar, durch "Blurring" ihre Karriere beschleunigen zu können. Doch es gibt durchaus auch kritische Stimmen: Vor allem Deutsche und Franzosen schätzen die Vermischung von Beruflichem und Privaten als potenziellen Stressfaktor ein und möchten beides lieber getrennt halten; Arbeitnehmer dieser beiden Nationen sind etwa am wenigsten dazu bereit, mobile Dienstgeräte mit in den Urlaub zu nehmen. Im Umkehrschluss ist es der Studie zufolge in den beiden Ländern aber auch nicht üblich, Privates während der Arbeitszeit zu erledigen.

Haufe Online Redaktion

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