Gewerkschaft: Darf sie bei der Betriebsratswahl mitmischen?
In der Zeit vom 1. März bis 31. Mai finden wieder die regulären Betriebsratswahlen statt.
In dieser Zeit haben auch die Gewerkschaften mitzureden, denn Ihnen stehen die folgenden Funktionen und Rechte zu.
Initiativrecht zur Betriebsratswahl bei betriebsratslosem Betrieb
Nach § 17 Abs. 3 BetrVG kann eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft zu einer Betriebsversammlung einladen und Vorschläge für die Zusammensetzung des Wahlvorstands machen, wenn in einem Betrieb noch kein Betriebsrat gebildet ist. Findet eine solche Betriebsversammlung nicht statt oder wird auf ihr kein Wahlvorstand gewählt, so kann die Gewerkschaft beim Arbeitsgericht die Bestellung des Wahlvorstands beantragen.
Abgabe von Wahlvorschlägen
Im Rahmen einer Betriebsratswahl können neben den wahlberechtigten Arbeitnehmern auch die im Betrieb vertretenen Gewerkschaften Wahlvorschläge machen.
Entsendungsrecht eines Vertreters in den Wahlvorstand
Besteht in einem Betrieb ein Wahlvorstand, so kann eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft einen betriebsangehörigen Beauftragten als nicht stimmberechtigtes Mitglied in den Wahlvorstand entsenden, sofern ihr nicht bereits ein stimmberechtigtes Wahlvorstandsmitglied angehört.
Antrag auf gerichtliche Ersatzbestellung bei untätigem Wahlvorstand
Sofern ein Betriebsrat nicht rechtzeitig einen Wahlvorstand bestellt hat, kann er auf Antrag einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft vom Arbeitsgericht bestellt werde. Für einen in dieser Weise gebildeten Wahlvorstand kann die Gewerkschaft in Betrieben mit in der Regel mehr als 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern nicht betriebsangehörige Beauftragte entsenden, wenn dies zur ordnungsgemäßen Durchführung der Wahl erforderlich ist
Feststellung der Zuordnung von Betriebsteilen und Nebenbetrieben
Daneben kann die Eigenschaft als Betriebsteil nach § 18 Abs. 2 BetrVG auf Antrag einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft vom Arbeitsgericht zur Wahlvorbereitung vorab im Beschlussverfahren geklärt werden.
Anfechtung der durchgeführten Betriebsratswahl
Schließlich kann eine durchgeführte Betriebsratswahl nach näherer Maßgabe des § 19 Abs. 1 BetrVG von einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft innerhalb einer Frist von 2 Wochen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses angefochten werden.
-
Entgeltfortzahlung: Wenn unterschiedliche Krankheiten aufeinander folgen
2.070
-
Urlaubsanspruch bei Arbeitgeberwechsel richtig berechnen
1.71916
-
Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie verzögert sich
1.540
-
Zusatzurlaub bei Schwerbehinderung von Arbeitnehmenden
1.442
-
Wann Urlaubsverfall und Urlaubsübertragung möglich sind
1.2546
-
Wann Arbeitnehmende Anspruch auf Teilzeit haben
1.0561
-
Was bei Nebentätigkeiten arbeitsrechtlich erlaubt ist
974
-
Wie Arbeitgeber in der Probezeit kündigen können
957
-
Was Arbeitgeber bei Bewerbungen von Schwerbehinderten beachten müssen
9012
-
Arbeitszeitkonto: Diese rechtlichen Vorgaben gelten für Arbeitgeber
894
-
Was bei der Befristung von Arbeitsverträgen gilt
10.07.20262
-
Fehler bei der Massenentlassungsanzeige bleiben ohne Folgen
08.07.2026
-
Arbeitsrechtliche Reformpläne sind nicht der große Wurf
07.07.2026
-
Sozialversicherung: Kurzfristige Beschäftigung ist attraktiv für Arbeitgeber und Ferienjobber
03.07.2026
-
Lohnsteuer: Ferienjobs für Schüler und Studenten bleiben meist von der Steuer verschont
03.07.2026
-
Arbeitsrechtliche Besonderheiten bei Ferienjobbern
03.07.2026
-
Entschädigungsanspruch bei unzulässiger Benachteiligung
02.07.2026
-
Keine Entschädigung für AGG-Hopper
01.07.2026
-
Kündigungsschutz vor Beginn jedes Elternzeitabschnitts
29.06.2026
-
Was Arbeitgeber zum Aussehen am Arbeitsplatz vorgeben dürfen
26.06.2026