Kritik an Pflegepersonal-Stärkungsgesetz durch GKV-Spitzenverband
„Wir haben in Deutschland rund zwölf Klinik-Pflegekräfte pro 1.000 Einwohnern, während es im EU-Durchschnitt lediglich gut acht sind. Bei diesem überdurchschnittlich guten Verhältnis sollten wir eigentlich keine Pflegeprobleme in den Kliniken haben – haben wir aber“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Johann-Magnus v. Stackelberg. Als Verband aller 110 gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen äußerte der GKV-Spitzenverband Kritik am Pflegepersonal-Stärkungsgesetz. Zwar sei es ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch nur eine oberflächliche Lösung.
Gesonderte Finanzierung der Pflegeleistungen statt Fallpauschalen
Ursprünglich wurden die Krankenhäuser über Fallpauschalen von den Krankenkassen finanziell unterstützt. Die Finanzierung der Krankenhäuser soll nun künftig gesondert erfolgen. Nach Ansicht des GKV-Spitzenverbandes ist das Problem jedoch nicht die Art der Finanzierung der Krankenhäuser. Vielmehr könnte durch die Änderung sogar gefördert werden, dass gut ausgebildete Pflegefachkräfte aufgrund des steigenden Vergütungsniveaus verstärkt in die Kliniken abwandern und die Bewohner von Pflegeheimen sowie die mobile Pflege darunter leiden.
Zweckentfremdung von Pflegeerlösen
Für den GKV-Spitzenverband liegt das Hauptproblem in einer Zweckentfremdung von Pflegeerlösen. Wegen ungenügender Investitionsfinanzierung der Länder wird das Geld für die fehlende Investitionsfinanzierung verwendet. Zudem unterstütze das Klinikmanagement teilweise unwirtschaftliche Strukturen. Es bestehe die Gefahr, dass Krankenhäuser nicht mehr wirtschaftlich mit dem Geld der Beitragszahler umgehen.
Lesen Sie auch:
Verordnung zu Personaluntergrenzen in der Pflege
Bundeskabinett beschließt mehr Stellen und Untergrenzen für Pflegepersonal in Kliniken
-
Sozialversicherungspflicht von Lehrkräften wird auf 2028 verschoben
167
-
Kosten für lasergestützte Kataraktoperation bei „Grauem Star“ sind beihilfefähig
71
-
Schmerzende Füße nach Dienstmarsch sind kein Grund für Unfallanerkennung
49
-
Beamtin bekommt keine Beihilfe für Gentest
12
-
Kein Anspruch von Beamten auf Chefarztbehandlung in der Reha
10
-
Bürgermeister bekommt Rentenversicherungsbeiträge nicht zurück
9
-
Wann die Beihilfe Kosten für Fahrten zu einer ambulanten Operation übernimmt
8
-
Zeckenbiss einer Lehrerin ist kein Arbeitsunfall
8
-
Kein Dienstunfall bei Verletzung während des Dienstsports
5
-
Wann die Schwerbehindertenvertretung angehört werden muss
5
-
Schmerzende Füße nach Dienstmarsch sind kein Grund für Unfallanerkennung
01.09.2026
-
Rufbereitschaft im Krankenhaus – wenn Belegärzte plötzlich „angestellt“ sind
31.08.2026
-
Sozialversicherungspflicht von Lehrkräften wird auf 2028 verschoben
31.03.2026
-
Sturz beim Kaffeetrinken kann ausnahmsweise unfallversichert sein
30.09.2025
-
Kein Dienstunfall bei Verletzung während des Dienstsports
07.08.2025
-
Corona-Infektion ist kein Dienstunfall
03.07.2025
-
Keine Anrechnung von Elternzeit als Wechselschichtdienst
01.07.2025
-
Unfall nach Wochenendausflug auf dem Weg zur Abholung von Arbeitsschlüsseln kann versichert sein
01.10.2024
-
Keine Anerkennung eines Dienstunfalls für Feuerwehrmann wegen Einsatz bei Amokfahrt
05.09.2024
-
Posttraumatische Belastungsstörung als Berufskrankheit bei Rettungssanitätern
05.07.2023