Länder sparen bei Ausgaben
In dem Zeitraum seien die Ausgaben etwa für Sanierungen oder den Kauf medizinischer Großgeräte von rund 3,4 Milliarden Euro auf rund 2,7 Milliarden Euro gesunken. In der gleichen Zeit seien die Ausgaben der Kassen für die Krankenhäuser um 33 Prozent auf 60,1 Milliarden Euro gestiegen.
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kommentierte die Zahlen kritisch. «Die Länder wollen in der Gesundheitspolitik immer mehr mitentscheiden, aber kommen bei den Kliniken ihren gesetzlichen Zahlungsverpflichtungen immer weniger nach», bemängelte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Johann-Magnus von Stackelberg. «Wenn das so weiter geht, zahlen sie bald gar nichts mehr für die stationäre Versorgung und lassen damit die Kliniken und die Beitragszahler mit den Investitionskosten im Regen stehen.»
Bayerns Gesundheitsministerium verteidigte sich gegen die Kritik. «Im kommenden Doppelhaushalt wird Bayern die Krankenhausförderung von 430 auf 500 Millionen Euro anheben - die Zustimmung von Ministerrat und Landtag vorausgesetzt», sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntag.
Die Bundesländer sind für den Bestand der Krankenhäuser zuständig, die Kassen für den Betrieb. Die Wirtschaftslage der mehr als 2000 Kliniken ist schlecht - fast jedem sechsten Krankenhaus droht die Pleite. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten «Krankenhaus Rating Report 2012» hervor.
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