KI am Arbeitsplatz: Chancen und Herausforderungen
Die Ergebnisse der 2025 veröffentlichten Studie der BAuA, des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und weiteren Forschungsinstitutionen, basieren auf Daten der Umfrage „Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung“ (DiWaBe 2.0). Diese wurde Ende 2024 durchgeführt. Befragt wurden rund 9.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zu KI-Nutzung (aber auch anderer digitaler Technologien) am Arbeitsplatz und deren Auswirkungen auf Tätigkeitsanforderungen sowie Arbeitsbedingungen und -zufriedenheit.
KI-Einsatz und Unterschiede nach Tätigkeitsfeldern
62,1 Prozent der befragten Beschäftigten in Deutschland nutzten KI am Arbeitsplatz. Der Vergleich der Beschäftigten mit und ohne KI-Nutzung zeigte: Besonders hoch war der Anteil der Nutzenden in Berufen der IT, Forschung und Entwicklung, aber auch in kaufmännischen Dienstleistungsbereichen. Dagegen spielte KI in manuellen Berufen wie im Bauwesen, bei Sicherheitsdiensten oder im Reinigungswesen kaum eine Rolle. Die Nutzungswahrscheinlichkeit hing somit auch stark von der Bildung ab. So nutzte nur knapp ein Drittel der Beschäftigten ohne Bildungsabschluss KI, während unter den Beschäftigten mit Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss fast 80 Prozent KI bei der Arbeit anwendeten.
Hindernisse bei der betrieblichen Einführung von KI
Dabei scheint die Verbreitung von KI-Technologien auf der Ebene des Arbeitsplatzes schneller zu erfolgen, als dies auf der betrieblichen Ebene der Fall ist. Denn die Mehrheit der Beschäftigten, die KI nutzten, verwendeten hauptsächlich Anwendungen, die nicht durch den Betrieb eingeführt wurden. Zudem äußerten gut ein Drittel den Wunsch, mehr und öfter KI anwenden zu wollen, dies aber aus betrieblichen Gründen nicht tun zu können, weil die Arbeitgeber mit der Einführung von KI zögerten. Die Forscher vermuten, dass dies vor allem mit Datenschutzbedenken der Betriebe oder anderen rechtlichen und technischen Unsicherheiten zu tun habe.
Tätigkeitsanforderungen und Auswirkungen auf Zufriedenheit
Obwohl die Tätigkeitsanforderungen durch die Assistenz von KI-Systemen einerseits zunahmen, berichteten die befragten Beschäftigten andererseits von einer höheren Arbeitsautonomie, etwa durch mehr Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufgaben. Zudem wurde die KI-Nutzung als lernförderlich wahrgenommen. Insgesamt hatte sich aus den oben genannten Gründen die Arbeitszufriedenheit bei der Mehrheit der befragten Beschäftigten trotz komplexerer Aufgaben und höherer Arbeitsdichte damit sogar erhöht.
-
Veränderungsbereite Beschäftigte werden strukturell ausgebremst
135
-
Personalakten im öffentlichen Dienst
821
-
Deutschland-App kommt: Das bundesweite „zentrale Bürgerbüro als App“ – oder nur eine „leere Hülle“?
63
-
Schafft das Mitarbeitergespräch ab!
42
-
165.000 Vollzeitkräfte könnten in der Verwaltung durch generative KI ersetzt werden
22
-
Faxgeräte in Behörden - Bann oder Beibehaltung?
18
-
Hybrides Arbeiten: Wie Verwaltungen damit gleich zwei Herausforderungen meistern wollen
17
-
Studie: Bedarf und Wachstumspotenziale von KI in der Verwaltung noch größer als im Privatsektor
16
-
OZG 2.0: Neue Studie erkennt nur wenig Bewegung bei Online-Diensten
13
-
Teilzeitkrankschreibung – ein Gewinn für Arbeitnehmer und Arbeitgeber?
13
-
Saarland auf der digitalen Überholspur? Landesregierung setzt „Effizienzpaket“ um
29.06.2026
-
Veränderungsbereite Beschäftigte werden strukturell ausgebremst
23.06.2026
-
Warum Employer Branding gerade in der Krise entscheidend ist
16.06.2026
-
„KI-Zukunftsbund“: Drei Bundesländer wollen gemeinsam einen Gang höher schalten
19.05.2026
-
Bitkom-Länderindex 2026: Shooting-Stars sind diesmal Hessen und das Saarland
12.05.2026
-
5 Tipps für eine Arbeitgebermarke, die den Unterschied macht
05.05.2026
-
Studie zur „Nachnutzung“: Warum ein erfolgversprechendes Konzept noch nicht richtig in Gang kommt
27.04.2026
-
Bürokratieabbau und Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung
20.04.2026
-
Gewalt gegen Lehrkräfte hat deutlich zugenommen
14.04.2026
-
Deutschland-App kommt: Das bundesweite „zentrale Bürgerbüro als App“ – oder nur eine „leere Hülle“?
14.04.2026