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Mit Temperaturen von unter null bis 20 Grad Gebäude heizen – und das im Verbund mehrerer Häuser? Kalte Nahwärmenetze verknüpfen unterschiedliche Wärmequellen und versorgen ganze Quartiere. Welche Vorteile bietet das Konzept für die Wohnungswirtschaft?

Mit kaltem Wasser Häuser wärmen? Wer daran gedanklich scheitert, ist nicht allein. Denkt man eine oder mehrere Wärmepumpen dazu, wird es schon klarer. Kalte Nahwärme (KNW) ist nicht nur eine Wärmequelle für Wärmepumpen, so wie die Außenluft oder das Erdreich. Sie ermöglicht die parallele Erschließung verschiedenster Quellen: Geothermische Wärme aus Erdsonden oder Kollektoren, Solarthermie, Abwärme aus Gebäuden, Industrieprozessen und Rechenzentren, aus Abwasser oder einer Kläranlage. Dazu Flusswasser und viele weitere mehr.

Diese Wärme wird durch ungedämmte Rohrleitungen zu den Verbrauchern geschickt und zum Heizen durch Sole-Wärmepumpen auf die nötige Temperatur gebracht. "Kalte Netze sind eine neue Generation von Wärmenetzen, die noch nicht so bekannt ist", sagt Amir Giebel, Geschäftsführer des im Aufbau befindlichen Bundesverbandes Kalte Nahwärme (BVKW).

Der wichtigste Unterschied zur klassischen Fernwärme: Statt Heizwasser mit 90 Grad und mehr durch die Leitungen zu schicken, arbeite...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 6/2026

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