Schrottimmobilie_Gardeschützenweg_Berlin

In fast jeder deutschen Stadt stehen Wohnhäuser, die von ihren Eigentümern systematisch vernachlässigt werden und – trotz oft hoher Wohnungsnachfrage – viele Jahre lang leerstehen. Um diese Gebäude wieder in Nutzung zu bringen, engagieren sich auch kommunale Wohnungsunternehmen. 

Das Wohnhaus in der Geeststraße 134 in Bremen ist seit vielen Jahren ein Problemfall. Seit einem Brand vor gut zwanzig Jahren steht die Immobilie, die einst im Eigentum der Familie des früheren Bürgermeisters Hans Koschnick war und deshalb Hans-Koschnick-Haus heißt, leer. Nach zunehmendem baulichem Verfall gilt es seit Jahren als unbewohnbar; mittlerweile stellt es nach Angaben der Bremer Senatsverwaltung für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung "einen städtebaulichen Belastungsfaktor" dar. 

Solche Schandflecke finden sich nicht nur in Bremen, sondern auch in zahlreichen anderen Städten. Und zwar nicht nur dort, wo die Nachfrage nach Wohnraum gering ist, sondern auch in prosperierenden Kommunen, in denen Interessenten händeringend eine Wohnung suchen. Von Schrottimmobilien oder Geisterhäusern sprechen dann die Tageszeitungen. Und die Fachwelt fragt nach den Gründen, warum Immobilien, die eigentlich schnell Investoren und Nutzer finden könnten, jahrelang vor sich hingammeln. 

Einen Erkläru...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 4/2026

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Schlagworte zum Thema:  Schrottimmobilie, Wohnungsunternehmen, Kommunen