Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / a) Überblick
 

Tz. 71

Gegenüber den Anforderungen, die sich aus § 240 Abs. 1 und Abs. 2 HGB aus der Pflicht zur Einzelerfassung durch Vollaufnahme zum Bilanzstichtag als Grundform der Inventur ergeben, erlaubt die Regelung des § 241 HGB unterschiedliche Vereinfachungen. Gestattet werden Stichprobeninventur (Abs. 1), permanente Inventur (Abs. 2) sowie vor- oder nachverlegte Inventur (Abs. 3). Die Stichprobeninventur verzichtet auf die Vollaufnahme und gewährt eine betriebswirtschaftliche Erleichterung des Inventurverfahrens. Hingegen erlauben die permanente Inventur und die vor- oder nachverlegte Inventur Ausnahmen vom Prinzip der Stichtagsbezogenheit. Betriebswirtschaftlich gesehen beziehen sich diese Vereinfachungen auf das Inventursystem. Im Unterschied zum Festwertverfahren nach § 240 Abs. 3 HGB gestatten die Vereinfachungen nach § 241 HGB hingegen nicht, auf die Einzelerfassung zu verzichten. Vielmehr erfolgt die Einzelerfassung nur in einem anderen, vereinfachten Verfahren oder zu einem anderen Zeitpunkt als nach den allgemeinen Grundsätzen.

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