Kapitel 16: Konzernabschlüs... / d) Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven
 

Tz. 31

Die Überarbeitung des IAS 28 resultiert aus einem vom IASB verfolgten Projekt zur Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen. Im Zuge der Beratungen zu diesem Projekt legte sich der IASB darauf fest, die Rechnungslegungsvorschriften für Gemeinschaftsunternehmen in den IAS 28 zu integrieren. Ursächlich hierfür war insbesondere der Anwendungsbereich der Equity-Methode, der sich sowohl auf Gemeinschaftsunternehmen als auch auf assoziierte Unternehmen erstreckt. In der Folge kam es auch zur Umbenennung des Titels des IAS 28 in "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" (IFRS 3.BC2–3).

Bei der Änderung des IAS 28 hat der IASB nicht sämtliche im Standard enthaltenen Bestimmungen neu beraten. So befassen sich die Vorschriften der Paragrafen 5–11, 15, 22–23, 25–28 und 32–43 mit der Beurteilung von maßgeblichem Einfluss und der Equity-Methode sowie deren Anwendung. Die Paragrafen 12–14 befassen sich mit der Bilanzierung potenzieller Stimmrechte. Mit Ausnahme der Entscheidung des IASB, die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen in IAS 28 zu integrieren, wurden diese Paragrafen aus den vor Inkrafttreten des Konsolidierungspakets gültigen IAS 28 und den damaligen Anwendungsleitlinien des IAS 27, des IAS 28 und IAS 31 übernommen. Eine rechtspolitische Diskussion dieser Paragrafen wurde von Seiten des IASB somit nicht vorgenommen (IFRS 3.BC4).

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