Küting/Weber, Handbuch der ... / ff) Leasingtypische Anlaufverluste
 

Rn. 181

Stand: EL 18 – ET: 12/2013

Die Bilanzierung bei Leasinggesellschaften ist durch die sog. leasingtypischen Anlaufverluste beeinflusst. Sie entstehen, weil sich gleich bleibender Erlösverlauf und degressiver Aufwandsverlauf während der Grundmietzeit gegenüberstehen. "Der degressive Kostenverlauf beruht i. W. auf den vor oder mit Vertragsabschluß entstehenden Vertriebskosten (Vermittlungsprovisionen) sowie dem degressiven Verlauf des Zinsaufwands für die Finanzierung des Vermietvermögens entspr. der Tilgung der Refinanzierungsmittel" (Isele, in: Küting/Weber 1995, Kap. I, Rn. 499). Diesen und den aus – gemessen am Amortisationsverlauf – "vorverrechneten" Abschreibungsaufwendungen (degressiv, Halbjahresregel) resultierenden Anlaufverlusten stehen regelmäßig Auslaufgewinne zum Ende der Grundmietzeit gegenüber. Lt. HFA (1/1989, S. 626) sind solche Effekte, sofern sie als wesentlich zu erachten sind, im Anh. anzugeben (vgl. zur Problematik einer potenziellen Bestandsgefährdung von Leasinggesellschaften aufgrund leasingtypischer Anlaufverluste Gelhausen, H. F./Henneberger, M. 2012, Rn. 133ff.).

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