Sozialversicherung / 5 Beitragszuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung

Kranken- und pflegeversicherungsfreie Arbeitnehmer haben Anspruch auf einen Beitragszuschuss des Arbeitgebers zur Kranken- und Pflegeversicherung. Arbeitnehmer, die in einer gesetzlichen Krankenkasse (z. B. AOK, IKK, BKK, TKK, BARMER GEK usw.) freiwillig versichert sind, erhalten einen einheitlichen Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 342,19 EUR (7,3 % der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.687,50 EUR) zzgl. der Hälfte des jeweiligen Zusatzbeitrags der gewählten Krankenkasse.

Bei privat versicherten Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber ebenfalls einen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss zu zahlen. Dieser beträgt die Hälfte des tatsächlichen Beitrags, höchstens jedoch 367,97 EUR (7,3 % + 0,55 % durchschnittlicher Zusatzbeitrag v. 4.687,50 EUR). Für die Pflegeversicherung beträgt der Höchstzuschuss 71,48 EUR (1,525 % von 4.687,50 EUR) (außer Sachsen).

 

Praxis-Beispiel

Arbeitgeberzuschuss zur KV/PV

Der Beitrag für freiwillig versicherte Arbeitnehmer beträgt bei allen Krankenkassen ab 2020 684,38 EUR (14,6 % v. 4.687,50 EUR) zzgl. kassenindividuellem Zusatzbeitrag. Als Arbeitgeberanteil sind 342,19 EUR zzgl. 50 % des kassenindividuellen Zusatzbeitrags steuerfrei zu zahlen.

Ein privat versicherter Arbeitnehmer hat z. B. monatlich 420 EUR an seine Krankenversicherung zu zahlen. Der steuerfreie Zuschuss des Arbeitgebers beträgt 210 EUR (50 %). Hätte der Arbeitnehmer 780 EUR an die private Krankenversicherung zu zahlen, wäre der steuerfreie Zuschuss auf 367,97 EUR begrenzt.

Ein privat versicherter Arbeitnehmer hat z. B. monatlich 37 EUR an seine Pflegeversicherung zu zahlen. Der steuerfreie Zuschuss des Arbeitgebers beträgt 18,50 EUR. Hätte der Arbeitnehmer 150 EUR an die private Pflegeversicherung zu zahlen, wäre der steuerfreie Zuschuss auf 71,48 EUR begrenzt.

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