Kapitalgesellschaft: Liquid... / 2.2 Abwicklung

Im Anschluss an die Auflösung der Gesellschaft erfolgt regelmäßig die Abwicklung der Geschäfte. Die Vertretung geschieht durch die Liquidatoren, das sind bei der GmbH i. d. R. die bisherigen Geschäftsführer; eine Bestellung anderer Personen ist jedoch durch Gesellschaftsvertrag oder durch Gesellschafterbeschluss möglich. Liquidator kann grundsätzlich jede Person werden, die auch Geschäftsführer werden könnte. Die Liquidatoren sind zur Eintragung ins Handelsregister anzumelden.

Sie haben die Aufgabe, die Auflösung öffentlich bekanntzumachen und die Gläubiger aufzufordern, sich bei der Gesellschaft i.L. zu melden.

Aufgabe der Liquidatoren ist es,

  • die laufenden Geschäfte zu beendigen,
  • die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu erfüllen,
  • die Forderungen der Gesellschaft einzuziehen,
  • das Vermögen der Gesellschaft in Geld umzusetzen.

    Die Liquidatoren können auch neue Rechtsgeschäfte eingehen, allerdings müssen diese der Abwicklung dienen.

 

Hinweis

Keine Abwicklung der Kapitalgesellschaft

In folgenden Fällen erfolgt keine Abwicklung der Kapitalgesellschaft:

  • Insolvenzverfahren,
  • Löschung wegen Vermögenslosigkeit.

Die Liquidatoren haben für den Beginn der Liquidation eine Eröffnungsbilanz und einen die Eröffnungsbilanz erläuternden Bericht sowie für den Schluss eines jeden Jahrs einen Jahresabschluss und einen Lagebericht aufzustellen. Stichtag der Liquidationseröffnungsbilanz ist der Auflösungstag, der i. d. R. vor der Eintragung der Auflösung ins Handelsregister liegt. Nach Beendigung der Liquidation hat eine Schlussrechnung zu erfolgen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Finance Office Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Finance Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge