Cloud Computing: Was IT-Con... / 3.5 Wirtschaftlichkeitsanalysen

Gefahr durch Schatten-IT

Wirtschaftlichkeitsanalysen werden vom IT-Controlling für IT-Maßnahmen zu verschiedenen Zeitpunkten erstellt, z. B. im Rahmen der Projektgenehmigung, als mitlaufende Nachkalkulation (Earned-Value-Analyse) oder als Projektnutzen-Inkasso nach Abschluss des Projekts. Cloud-Anwendungen, die direkt durch die Fachbereiche (s. "Schatten-IT") beauftragt werden, fallen hierbei leicht "unter den Tisch", da sie nicht Bestandteil des IT-Portfoliomanagements sind. Bei Wirtschaftlichkeitsanalysen sind grundsätzlich die Total Cost of Ownership zu berücksichtigen. Bei Cloud-Anwendungen im Rahmen der Schatten-IT besteht die Gefahr, dass die nicht budgetierten indirekten IT-Kosten (z. B. Kollegenhilfe, Zeiten der Nichtnutzung wegen technischer Probleme) besonders hoch ausfallen, weil kein professionelles IT-Projektmanagement zum Tragen kommt.

Weitere Fallstricke

Der "pay per use"-Ansatz des Cloud Computing führt dazu, die Kosten – wie vielfach auch beim IT-Outsourcing – als rein variabel zu betrachten. Die Frage des Kostencharakters (fix/variabel) hängt jedoch vom konkreten Vertrag und dessen Laufzeit ab. Zudem sind die Kostenmodelle im Detail sehr komplex, wie ein Blick in die Preisliste von Amazon Web Services zeigt. Die neutrale Wirtschaftlichkeitsanalyse eines IT-Controllers unterstützt den Anwender und die IT und kann das Unternehmen vor Fehlentscheidungen bewahren.

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