Bertram/Brinkmann/Kessler/M... / 4 Ausweis und Erläuterung latenter Steuern im Konzern
 

Rz. 30

Nach § 306 Satz 6 HGB dürfen die Posten der latenten Steuern im Konzern mit den Posten nach § 274 HGB zusammengefasst werden. Durch diese Saldierung ist für den Abschlussadressaten die Ursache latenter Steuern nicht mehr ersichtlich, jedoch wird dieser Mangel durch die nach § 314 Abs. 1 Nr. 21 HGB erforderlichen Anhangangaben geheilt. Wie § 285 Nr. 29 HGB für den Jahresabschluss postuliert § 314 Abs. 1 Nr. 21 HGB für den Konzernanhang, dass zu erläutern ist, auf welchen Differenzen oder steuerlichen Verlustvorträgen die latenten Steuern beruhen und mit welchen Steuersätzen die Bewertung erfolgt ist. Neben den für den Jahresabschluss geltenden Erläuterungspflichten dürften für den Konzernabschluss weitere Angaben erforderlich sein, wenn bspw. unter Materiality-Gesichtspunkten ein durchschnittlicher Konzernsteuersatz zugrunde gelegt wurde. Aber auch im Fall der Zusammenfassung konsolidierungsspezifischer latenter Steuern mit solchen nach § 274 HGB sind die Beträge jeweils gesondert anzugeben. Ebenso ist für den Betrag der erfolgsneutral gebildeten latenten Steuern ein gesonderter Ausweis zu fordern.

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