15.06.2016 | Innovation im Mittelstand

Technologiefabrik Scharnhausen als Vorreiter bei Industrie 4.0

Bild: Festo AG & Co. KG

Deutschlands Mittelstand gilt als Wirtschafts- und Innovationsmotor. Doch wie sieht es in modernen Fertigungen heute aus? Die Technologiefabrik von Festo in Scharnhausen liefert ein Beispiel für die Automation der Zukunft.

Kaum ein Schlagwort ist derzeit in der deutschen Industrie so präsent wie Industrie 4.0. Das Potenzial für die deutsche Wirtschaft durch Industrie 4.0-Anwendungen ist enorm. Was aber heißt eine entsprechende Anwendung in der Praxis? In Scharnhausen hat Festo seine Technologiefabrik errichtet, die zeigt, wie die Produktion von morgen aussehen kann.

Die Idee zur Technologiefabrik

Die Geschichte der Technologiefabrik beginnt im Jahr 2011. Mitarbeiter aus verschiedensten Bereichen arbeiten an Ideen und entwickeln die hoch gesteckten Ziele der Produktion von morgen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit hat zur zügigen Realisierung des Projektes mit seiner komplexen Fabrikarchitektur beigetragen. Abgeschlossen ist das Projekt jedoch nicht, sondern befindet sich ein einem ist Gegenstand ständigen Wandels, den das dynamische Umfeld erfordert.

Kontinuierliches Lernen inklusive

Die Technologiefabrik umfasst 4 Ebenen auf einer Nutzfläche von 66.000 Quadratmetern. Hier arbeiten 1.200 Mitarbeiter. 20% des verbrauchten Stroms kommt aus der Eigenerzeugung. Integriert in die Technologiefabrik ist eine 220 Quadratmeter große sogenannte Lernfabrik, die gemeinsam mit Festo Didactic entwickelt wurde. In vier Bereichen lernen Mitarbeiter völlig flexibel in das Werk und den Arbeitsalltag integriert in Trainings, Schulungen und Qualifizierungen . Eine Schulung zu Energieeffizienz gehört ebenfalls zum Programm der Lernfabrik.

Industrie 4.0 im Einsatz

Für Festo bedeutet der Produktionswandel im Zuge der Industrie 4.0 einen Dreiklang aus

  • intuitiven Mensch-Maschine-Schnittstellen,
  • Ausbildung/Qualifizierung und
  • innovativen Technologien.

Viel davon findet sich in der Technologiefabrik wieder. So kooperieren beispielsweise Mitarbeiter mit einem flexiblen Roboter, der bei ergonomisch nachteiligen Tätigkeiten den Mensch entlastet. Weiterhin ist das Tablet Begleiter der Instandhalter, die damit z.B. flexibel Informationen zur Störungsbeseitigung erhalten können. Zentraler Bestandteil in der hochmodernen Fabrik ist und bleibt bei aller technischerm Innovation jedoch der Mensch, der auch zukünftig einen zentralen Beitrag zur Wertschöpfung leistet.
Ein Video stellt die Festo Technologiefabrik Scharnhausen noch einmal anschaulich dar (Dauer ca. 3 Minuten, englisch): Zum Video:

Quelle: FESTO Technologiefabrik

Schlagworte zum Thema:  Industrie 4.0, Innovation

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