Ausgewählte Kennzahlen als Frühwarnindikatoren einsetzen
Um nicht Gefahr zu laufen, selbst in eine kritische Lage zu kommen, sollte sich jedes Unternehmen die Frage stellen, wie es mögliche Bedrohungen frühzeitig erkennen und einer potenziellen Krise vorbeugen kann. Anhand ausgewählter Kennzahlen und Indikatoren lässt sich das Gefährdungspotenzial reduzieren.
Eine kritische Lage für ein Unternehmen entsteht nie über Nacht, sondern über einen längeren Zeitraum; oft über Jahre. Genug Zeit also, sich darum zu kümmern, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zu ergreifen, damit eine Krise vermieden oder die Folgen einer negativen Entwicklung begrenzt werden kann.
Eine Krise bahnt sich über längere Zeit an
Oft tragen Versäumnisse oder Fehler bei der langfristigen Unternehmensentwicklung zu einer Krise bei, wenn z. B. Themen wie Produktentwicklung, Mitarbeiterqualifikation, Kundenakquise oder -pflege vernachlässigt werden. In der ersten Phase einer Krise machen sich die Auswirkungen weder bei Umsatz, Gewinn noch Liquidität bemerkbar. Spätestens jetzt stellt sich die Frage, wie eine sich anbahnende Krise dann überhaupt zu erkennen ist. Und natürlich, was man unternehmen kann, um sie zu vermeiden oder abzuschwächen.
Ausgewählte Frühwarnindikatoren und -kennzahlen
Wichtig bei der Arbeit mit Frühwarnindikatoren ist, dass nicht nur mit klassischen finanziellen Kenngrößen zur (Risiko-)Bewertung gearbeitet wird, etwa Eigen-/ Fremdkapitalanteil, Kapitalumschlaghäufigkeit, Cashflow, Schuldentilgungsdauer, Forderungsausfallquote oder Zahlungsverzögerungen. Vielmehr sollten weitere Kennzahlen gebildet und deren Entwicklung analysiert werden, um einen möglichst vollständigen Überblick zu erhalten.
Auf klassische Frühwarnindikatoren im Finanzbereich wird im weiteren Verlauf nicht eingegangen, da diese Controllern weitgehend bekannt sein sollten. Für die weiter führende Analyse kommen u. a. die in der Übersicht dargestellten Größen in Betracht, wobei die vorgeschlagenen Formeln je nach Betrieb und Anforderungen unterschiedlich gestaltet werden können.
Die Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Richtigkeit, sondern dient vor allem der Anregung und Orientierung, um ein besseres Gespür für vorhandene bzw. latente Risiken und Möglichkeiten der Gegensteuerung zu bekommen. Entsprechend können aus der Übersicht Kennzahlen gewählt oder neue, ggf. für den eigenen Betrieb noch besser geeignete Kenngrößen erstellt werden.
-
Mit der Formel SUMME über mehrere Excel-Tabellenblätter schnell und einfach Werte addieren
217
-
Datumswerte in Pivot-Tabellen mithilfe einer Gruppierung zusammenfassen
180
-
Diagramme mit gestapelten Säulen erstellen
172
-
These 2: Controlling braucht weniger Controller
166
-
Controlling-Prozesse: Potenziale der Automatisierung
150
-
So führen Sie mehrere Excel-Tabellenblätter in einer Pivot-Tabelle zusammen
146
-
Mit den Formeln LÄNGE, LINKS, RECHTS Textbausteine aus Zellen extrahieren
113
-
Nur sichtbare Zellen in Excel auswählen
108
-
Mit der Formel INDIREKT dynamische Zellen- und Bereichsbezüge erstellen
87
-
EXCEL-TIPP: Mittelwert ohne Null ermitteln
82
-
Aus zehn mach eins: So funktioniert die Harmonisierung eines BI-Dschungels
06.08.2026
-
AI und Digitalisierung in der Unternehmenssteuerung: Ihre Erfahrung ist gefragt
05.08.2026
-
Controlling Excellence sichern trotz demografischer Herausforderungen
05.08.2026
-
Weitere Datenanalyse-Tools im Controlling
04.08.2026
-
Frühindikatoren nutzen: Abweichungen erkennen, bevor sie in den Finanz-KPIs sichtbar werden
03.08.2026
-
Vom Rückspiegel zur Navigation: wie INSIGHT Reporting die Unternehmenssteuerung verbessert
30.07.2026
-
„Der große Hebel von KI entsteht, wenn Prozesse, Rollen und Entscheidungswege grundlegend neu gedacht werden.“
29.07.2026
-
Ausufernde KI-Kosten: Wie das Controlling die Kostentreiber der KI in den Griff bekommt
29.07.2026
-
KNIME
28.07.2026
-
„Binden Sie Ihre Controller früh in KI-Projekte ein, bereits bei der Definition der Ziele und der Potenziale.“
22.07.2026