Tipps für die Persönliche Schutzausrüstung
Das Mitglieder-Magazin der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) berichtet ausführlich über Risiken und mögliche Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Epoxidharzen.
Für die Beschäftigten ihrer Branchen gehören Epoxidharzsysteme, bestehend aus Reaktionsharz und Härter, zum beruflichen Alltag. Doch die Gefahr, die von den Stoffen ausgeht, ist immer noch zu wenig bekannt oder wird ignoriert. Die Folge können Erkrankungen sein, die bis zur Berufsunfähigkeit führen.
Epoxidharz: Haut und Atemwege sind besonders gefährdet
Folgende gesundheitlichen Gefahren gehen u. a. von Epoxidharzsytemen aus:
- starke allergische Reaktion bei Augen- oder Hautkontakt,
- Gefährdung der Atemwege durch Aerosole sowie Rauch und Dämpfe,
- Verbrennungen und Verätzungen durch chemische Reaktionen.
Epoxidharze - Tipps für die Persönliche Schutzausrüstung
Wenn Epoxidharze nicht durch andere, ungefährlichere Stoffe, ersetzt werden können, sind technische und ggf. organisatorische Schutzmaßnahmen erforderlich. Falls man auch mit diesen Maßnahmen die Gefahren nicht in den Griff bekommt, sind Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) zwingend. Experten empfehlen u. a.
- Schutzhandschuhe aus Nitril oder Butylkautschuk,
- Unterziehhandschuhe aus Baumwolle bei starkem Schwitzen,
- Schutzbrillen oder Visiere,
- Atemschutz mit Gasfilter A bei lösemittelhaltigen Produkten,
- Kombinationsfilter A-P bei Spritzgussverfahren sowie
- eventuell Schürzen oder Armstulpen, um die Arbeitskleidung vor Verunreinigung und damit Haut zu schützen.
Schulungen und Kontrollen beim Umgang mit Epoxidharzen sind notwendig
Für Arbeitgeber heißt das, dass sie für geeignete Schutzmaßnahmen sorgen müssen. Die Beschäftigten sind über die Gefahren zu informieren. Sie müssen im Umgang mit Schutzkleidung geschult werden. Zudem sollte immer wieder kontrolliert werden, ob alle notwendigen Schutzmaßnahmen konsequent eingehalten werden. Eine Unterweisungsvorlage von Haufe zum Umgang mit Epoxidharzen finden Sie hier.
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