16.12.2013 | Sifa-Langzeitstudie

Empfehlungen für Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt stimmen sich ab.
Bild: Haufe Online Redaktion

Den Prototyp Fachkraft für Arbeitssicherheit gibt es nicht. Persönlichkeit und Umfeld wirken sich auf die Art und Weise des Tätigwerdens und der Wirksamkeit aus. Doch aus ihrer großen Datenmenge leitet die Sifa-Langzeitstudie Handlungsansätze und Empfehlungen ab.

Über 8 Jahre wurde untersucht, wie Fachkräfte für Arbeitssicherheit tätig werden und was sie mit ihrer Arbeit bewirken.

Ein wichtiges Instrument, das im Rahmen der Studie zudem entwickelt und aufgebaut wurde, ist die Sifa-Community. Sie zählt in der Zwischenzeit rund 4.000 Teilnehmer. Eine wichtige Plattform für Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die oft als "Einzelkämpfer" unterwegs sind.

5 Entwicklungsfelder für Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Für die Fachkräfte für Arbeitssicherheit lassen sich laut Studie 5Entwicklungsfelder beschreiben:

  • Ausschöpfen der Handlungsmöglichkeiten innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen,
  • Veränderung der Rahmenbedingungen und Ausgestaltung der sicherheitstechnischen Betreuung,
  • Nutzen der eigenen Potenziale,
  • Erweiterung der eigenen Kompetenzen und Optimierung der Handlungsleistung und Handlungsqualität,
  • Reflexive Selbstbewertung.

Als Fachkraft für Arbeitssicherheit Handlungsmöglichkeiten besser ausschöpfen

Doch was genau bedeutet die Handlungsmöglichkeiten besser auszuschöpfen? Auch darauf gibt die Studie konkret Auskunft und zwar für alle Beteiligten: die Sicherheitsfachkraft, das Unternehmen und die Unfallversicherungsträger.

Engere Zusammenarbeit zwischen Fachkraft für Arbeitssicherheit und Unternehmensleitung

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit kann ihre Wirksamkeit innerhalb bestehender betrieblicher Rahmenbedingungen beispielsweise dadurch verbessern, dass sie dafür sorgt, enger mit der Unternehmensleitung zusammenzuarbeiten.

Die Wirksamkeit lässt sich aber auch erhöhen, indem Schwerpunkte gesetzt werden, wie z. B. das Thema psychische Belastung.

Fachkräfte für Arbeitssicherheit in Planungsprozesse einbinden

Die Unternehmensleitung kann den betrieblichen Handlungsrahmen der Sicherheitsfachkraft dadurch stärken, dass sie die Fachkraft stärker in Planungsprozesse einbindet, sich regelmäßig mit ihr bespricht und etwa bei Themen wie der betrieblichen Gesundheitsförderung kooperativ zusammenarbeitet.

Stellung der Arbeitsschützer durch Behörde stärken

Auch die Unfallversicherungsträger können eindeutige Impulse für den Arbeitsschutz setzen, in dem sie den direkten Zugang zur Geschäftleitung intensivieren und darauf Wert legen, dass die Fachkraft für Arbeitssicherheit bei den Treffen dabei ist. So stärkt die „Aufsichtsbehörde“ die Stellung der Arbeitsschützer.

Eine ausführliche Zusammenfassung mit Informationen zu Wirkungszusammenhängen und weiteren Empfehlungen steht im DGUV-Report 3/2013 "Prävention wirksam gestalten - Erkenntnisse aus der Sifa-Langzeitstudie".

Eine Vorlage für die schriftliche Ernennung und Aufgabenbeschreibung für eine Fachkraft für Arbeitssicherheit finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  FASI, Betriebsarzt, Arbeitsschutzmanagement, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Sicherheitsfachkraft, Fachkraft für Arbeitssicherheit

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