Hinweispflicht bei besonders besorgniserregenden Stoffen
Ein Fahrrad ist ein Fahrrad, sollte man meinen. Doch ist das Fahrrad eine Einheit oder besteht es aus mehreren Einzelteilen? Es besteht aus Einzelteilen. Der Rahmen aus lackiertem Metall, die Griffe aus Kunststoff, die Reifen aus Gummi. Für jedes Einzelteil lassen sich die Inhaltsstoffe bestimmen. So können Angaben gemacht werden, ob sich in diesen einzelnen Erzeugnissen auch besonders besorgniserregende Stoffe, wie etwa Weichmacher befinden.
Erzeugnisse in REACH - wie groß ist eine Einheit?
Laut dem Leitfaden der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) ist es so, dass, wenn ein Fahrrad als Ganzes importiert wird, es als eine Einheit bzw. eine Bezugsgröße angesehen wird. In Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweden und Norwegen ist das anders. Hier gilt jedes verbaute Teil als Erzeugnis für sich. Für die Informations- und Meldepflicht besonders besorgniserregender Stoffe macht das einen Unterschied.
Welche Stoffe stecken in einem Produkt und sind sie besorgniserregend?
Ein Leitfaden, u. a. der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), gibt Lieferanten von Erzeugnissen Hinweise, wie sie ihrer Informationspflicht nachkommen können. Viele Produkte, ob Computer, Polstermöbel oder Kleidungsstücke, sind aus mehreren Komponenten zusammengesetzt. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Der Leitfaden enthält viele praktische Beispiele. Er soll in Kürze auf Deutsch erscheinen. Bisher gibt es ihn nur als englische Ausgabe: Guidance for Suppliers of Articles.
-
Bildschirmbrille: Wer trägt die Kosten?
445
-
Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz melden: Pflichten & Rechte
445
-
Fürsorgepflichten des Arbeitgebers - eine Übersicht
434
-
Keine Arbeitszeiterfassung bei Vertrauensarbeitszeit
260
-
Ist die Teilnahme an der arbeitmedizinischen Vorsorge eigentlich Arbeitszeit?
191
-
Gilt die ärztliche Schweigepflicht auch für Betriebsärzte?
153
-
Chronisch krank und berufstätig
86
-
Gewerbeaufsicht im Haus: Rechte und Pflichten der Unternehmen
84
-
Arbeitsunfall im Homeoffice - was ist zu beachten?
75
-
Warum ist eine Pflichtenübertragung im Arbeitsschutz sinnvoll?
71
-
Direktanstellungsgebot in der Fleischwirtschaft verfassungsrechtlich bestätigt
26.05.2026
-
Wie-Beschäftigter im Jagdeinsatz: Gesetzliche Unfallversicherung greift
15.05.2026
-
PTBS bei Leichenumbetter – Wie-Berufskrankheit?
30.04.2026
-
Für die Notdurft aus dem Auto – und aus dem Unfallschutz?
24.04.2026
-
Arbeitsunfähigkeit bedeutet nicht unbedingt Amtsunfähigkeit
27.03.2026
-
Arbeitsunfall auf dem Weg zur Baustelle: Anspruch auf Sonderzahlung?
06.03.2026
-
EU-Maschinenverordnung 2023/1230: Cybersicherheit trifft Arbeitssicherheit
05.03.2026
-
Auszubildender stürzt wegen unzureichender Absicherung und stirbt
27.02.2026
-
Digitalisierung und Prävention für eine sichere und gesunde Arbeitswelt
11.02.2026
-
Private Eifersucht in arbeitsbezogenem Kontext – Unfallversicherungsschutz?
06.02.2026