04.10.2016 | Bilanz 2015

Anzeigen von Berufskrankheiten gestiegen

Bilanz der BG ETEM 2015: Berufskrankheiten gehen hoch, Kosten gehen runter
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Bilanz der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) für das Jahr 2015 zeigt Verringerungen bei den Arbeitsunfällen und den Gesamtausgaben. Dem gegenüber sind jedoch die Wegeunfälle und vor allem die Anzeigen von Berufskrankheiten gestiegen.

In der BG ETEM sind die Branchen Elektrohandwerke, Elektroindustrie, Feinmechanik, Energie, Textil sowie Druck und Papierverarbeitung vereint. Sie ist mit 218.282 Unternehmen und über 3,8 Millionen Versicherten eine der großen Berufsgenossenschaften Deutschlands. Hier die wichtigsten Zahlen aus dem Jahresbericht 2015 der BG ETEM.

Bilanz 2015: Weniger Arbeitsunfälle mehr Wegeunfälle

Im Vergleich zum Vorjahr ereigneten sich 3,2 % weniger Arbeitsunfälle. Bei den tödlichen Unfällen ging die Zahl um 16,7 % zurück. Die Zahl der Wegeunfälle nahm gegenüber 2014 um 0,3 % zu. Die Zahl der tödlichen Unfälle stieg um 23,8 %.

2015 großer Anstieg bei den Berufskrankheiten

Es gab 9,4 % mehr Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit als im Vorjahr. Der Verdacht bestätigte sich in fast 50 % der Fälle.

Ein besonders Problem stellen auch weiterhin asbestbedingte Berufskrankheiten dar. Allein 60 % der neuen Renten gehen auf solche Krankheiten zurück. Positiv zu werten ist, dass bei den Betroffenen von Asbest-Berufskrankheiten die Todesfälle um 28,3 % gesunken sind.

Gesamtausgaben sinken im Jahr 2015 leicht

2015 wurden zwar 1,2 % mehr Reha- und Entschädigungsleistungen bezahlt. Die Kosten für die Rehabilitation und Entschädigung von Asbesterkrankungen stiegen auch um 3 %.

Eine Kostensenkung um 1,3 % gab es bei den Verwaltungskosten. Insgesamt sanken die Kosten der BG ETEM im Vergleich zum Vorjahr um 1 % auf 1,3 Mrd. EUR.

Schlagworte zum Thema:  Berufskrankheit, Berufsgenossenschaft, Unfallversicherung, DGUV

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