Rasterleuchten, LED- oder OLED-Panels: Welche Beleuchtung ist ideal für Büros?
Für die optimale gesundheitsorientierte Beleuchtung von Büroräumen sollte direkte Beleuchtung (Bildschirmarbeitsplätze) und indirekte Beleuchtung (Raumbeleuchtung, Grundbeleuchtung) passend zueinander kombiniert werden. Für die Grundbeleuchtung des Raumes werden in erster Linie Deckenleuchten, dazu oft auch Einbauleuchten verwendet. Je größer der Abstand zwischen Arbeitsplätzen und Lichtquellen ist, desto größer muss die Leuchtstärke sein. In der Regel reicht aber eine Leuchtstärke von 300 bis 500 Lux aus. Zunehmend werden die konventionellen Deckenleuchten auch aufgrund von gesundheitlichen Gründen durch LED-Lichtquellen verdrängt. In neu gebauten Bürogebäuden werden eigentlich nur noch LED-Panels oder OLED-Panels angebracht.
Rasterleuchten vs. LED-Licht
Rasterlampen oder Rasterleuchten sind Leuchten mit einer Rasterabdeckung aus zumeist Aluminium oder Kunststoff. Sie verteilen das Licht von oben im Raum gleichmäßig. Die klassischen Rasterlampen sind mit Leuchtstoffrohren ausgestattet. Heute werden in der Mehrzahl LED-Röhren verwendet. Einer der Gründe hierfür: Für die Augen ist eine LED-Rasterleuchte vorteilhafter als Rasterleuchten mit Leuchtstoffröhren, weil sie im Gegensatz zu diesen weitgehend flimmerfrei sind und deutlich weniger UV-Strahlung produzieren. Warmweißes bzw. gelbes Licht (ca. 2700-3000 Kelvin) ist, egal ob durch Leuchtstoffrohre oder LED-Röhren, besonders angenehm für die Augen.
LED: Rot und Gelb wählen
Bei weißem LED-Licht („Tageshelles Licht“, über 5000 Kelvin) ist aber Vorsicht geboten. 2013 haben nämlich Analysen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ergeben, dass sowohl tageshelles weißes als auch blaues LED-Licht eine photochemische Gefährdung für die Netzhaut darstellt, weil sie potenziell gefährliche chemische Reaktionen im Auge auslösen können. Allerdings galt dies nicht für rotes oder gelbes (warmweißes) LED-Licht. Die Gefährdung für einen Beschäftigten sei aber auch bei weißem und blauem Licht nur dann gegeben, wenn zu lange in die Lichtquelle geblickt wird.
LED- und OLED-Panels
Eine LED-Panel ist eine flache, rechteckige oder quadratische Leuchtfläche, die eine gleichmäßige und großflächige Ausleuchtung bietet. Sie lassen sich problemlos in moderne Rasterdecken oder Akustikdecken einbauen. Sie hat die konventionellen Deckenleuchten zumindest in modernen Bürogebäuden größtenteils ersetzt. Zum einen, weil sie eine blendfreie Beleuchtung ermöglichen, zum anderen, weil ihre Installation weniger Platz benötigt und energiesparender ist. Das gilt auch für OLED-Panels (OLED = Organic Light Emitting Diode). Bei OLED handelt es sich um eine spezielle Art von Leuchtdioden, die aus organischen Verbindungen bestehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen LEDs, die anorganischen Materialien verwenden, befinden sich in ihnen Moleküle und Polymere aus Kohlenstoff, die Licht emittieren, wenn Strom durch sie geleitet wird.
LED vs. OLED-Panels: Vergleich
Egal, ob ein Unternehmen LED- oder OLED-Panels verwendet, es ist immer die richtige Wahl. Allerdings bestechen OLED-Panels durch eine besonders ausgeprägte flächige Beleuchtung. LED-Panels bestehen aus punktuellen Lichtquellen, die aufgrund dieser Eigenschaft manchmal störende Schatten und Blendungen verursachen. Die flächige Beleuchtung lässt das Licht von OLED-Panels daher besonders sanft und gleichmäßig erscheinen – für Büroräume als Grundbeleuchtung also ideal.
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