Anstieg der Schlafstörungen um 66 %
Deutsche gehen übermüdet zur Arbeit, aber selten zum Arzt
80 % der Arbeitnehmer fühlen sich von Schlafproblemen betroffen.
43 % der Beschäftigten sind bei der Arbeit müde.
31 % fühlen sich dauerhaft erschöpft.
11 % der erwerbstätigen Frauen und 8 % der Männer leiden unter schlafbezogenen Atmungsstörungen, einer schweren Form von Schlafstörung.
Nur 4,8 % gehen wegen Schlafproblemen zum Arzt.
Schlafstörungen machen krank
Schlafstörungen erhöhen u. a. das Risiko für Depressionen und Angststörungen. Deshalb vermuten Experten zwischen dem starken Anstieg der Schlafstörungen in den letzten Jahren und dem Anstieg der Krankmeldungen wegen psychischen Erkrankungen einen Zusammenhang.
Verordnet werden Psychotherapien und Schlaftabletten
Ärzte vermuten bei Schlafstörungen meistens zuerst psychische Ursachen. 38 % schickt der Arzt deshalb zur Psychotherapie. Etwa 50 % der Patienten bekommen Medikamente verschrieben. Dadurch hat sich der Schlafmittelkonsum bei den Erwerbstätigen seit 2010 fast verdoppelt.
Rezeptfreie Schlafmittel sind beliebt
Da die Mehrzahl der Schlaflosen nicht zum Arzt geht, greifen viele zu rezeptfreien Schlafmitteln aus der Apotheke oder der Drogerie. Doch es ist besser, sich bei der Einnahme von Schlafmitteln von einem Arzt beraten zu lassen. Denn das Risiko einer Abhängigkeit wird oft unterschätzt. So nehmen 25 % Schlafmittel länger als 3 Jahre ein.
Tipps gegen Schlafstörungen
Aus den Umfrageergebnissen des Reports lassen sich auch Tipps für eine gute Schlafhygiene ableiten wie z. B.:
Achten Sie darauf, dass das Schlafzimmer nicht zu warm und gut gelüftet ist.
Essen Sie abends nicht zu spät und nur Leichtverdauliches.
Vermeide Sie im Schlafzimmer auch kleine Lichtquellen wie etwa Standby-Modus-Leuchten an Geräten.
Sorgen Sie für Ruhe, notfalls mit Ohrstöpseln.
Schaffen Sie sich ein persönliches Ritual vor dem Schlafengehen.
Gehen Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett.
Nehmen Sie kein Notebook, Tablet oder Smartphone mit ins Bett.
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