Heizen verbraucht Energie, kostet Geld und verursacht große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid. Das Umweltbundesamt gibt Tipps fürs richtige Heizen im Büro.

Neben baulichen Maßnahmen wie Wärmedämmung senkt richtiges Heizen den Energieverbrauch. Zusätzlich lässt sich die Raumluft durch regelmäßiges Lüften sauber halten. So fühlen sich die Beschäftigten bei der Arbeit wohl, bleiben gesund und müssen keinen Schimmel befürchten.

Richtig heizen im Büro - so geht's

Die ideale Raumtemperatur im Büro beträgt 20 bis 22 Grad. Da schon wenige Grad einen großen Unterschied im Energieverbrauch ausmachen, lohnt es sich nachts oder in der arbeitsfreien Zeit die Heizung herunterzudrehen.

Die Temperatur kann in Arbeitsräume nachts um 4 bis 5 Grad Celsius gesenkt werden. Mehr sollte es nicht sein, denn sonst verbraucht das Wiederaufheizen der Räume zu viel Energie. Wenn es Rollläden oder Vorhänge gibt, empfiehlt es sich, diese über Nacht zu schließen, um die Kälte außen vor zu lassen.

Die Nachtabsenkung erfolgt am besten an der zentralen Bedieneinheit des Heizkessels. Bei der Einstellung sollte man darauf achten, dass nachts oder bei längerer Abwesenheit die Temperatur nicht unter 17 bzw. 18 Grad Celsius fällt. Sonst besteht die Gefahr, dass Schimmel wächst.

Richtig heizen im Büro - Thermostatventile richtig einstellen

"Weit verbreitet ist der Glaube, dass der Raum besonders schnell warm wird, wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Viele Nutzer stellen sich ein Thermostatventil noch immer wie einen Wasserhahn vor: je stärker aufgedreht, desto schneller wird es wärmer.

Die Wärmezufuhr zum Heizkörper wird aber tatsächlich über einen Temperaturfühler im Thermostatkopf gesteuert, der abhängig von der Raumtemperatur das Ventil für das Heizwasser öffnet oder schließt. So steht zum Beispiel Stufe 3 der fünfstufigen Zahlenskala am Thermostatkopf für eine gewünschte Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad. Jede weitere Stufe bringt drei bis vier Grad mehr.

Wenn Sie das Thermostatventil voll aufdrehen, heizen Sie also nicht schneller, sondern nur länger – bis die eingestellte Zimmertemperatur erreicht ist. Und zahlen dementsprechend die unnötigen Heizkosten." Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, lesen Sie hier weiter: CO2online.de.

Richtig heizen im Büro - auch regelmäßiges Lüften ist wichtig

Warme Räume sind das eine. Für eine gute Qualität müssen aber auch der Feuchtegehalt und die Frische der Raumluft stimmen. Dafür ist Stoßlüften von etwa 5 Minuten mehrmals am Tag am effektivsten. So wird die Luft wieder frisch, ohne dass auf Dauer zu viel Heizenergie verloren geht.

Werden die Räume über eine Klimaanlage beheizt, sollte man statt zu lüften darauf achten, dass bei der Anlage auch die Luftbefeuchtung optimal eingestellt ist. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte 40 bis 50 Prozent betragen. Für etwas natürliche Feuchtigkeit sorgen viele Pflanzen. Zusätzlich kann man trockene Heizungsluft mit künstlicher Luftbefeuchtung optimal ausgleichen.

Wenn innen an den Fensterscheiben das Kondenswasser herunterläuft, ist es höchste Zeit zum Lüften. Denn dann ist der Raum zu feucht und Schimmelpilze und Bakterien können wachsen. Die Folge können allergische Reaktionen oder Reizerscheinungen in den Atemwegen sein.

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