Für viele Menschen gehört Schichtarbeit zu ihrem Arbeitsalltag. Die wechselnden Arbeitszeiten zehren auf Dauer an den Kräften. Da ist eine kooperative Schichtplanung besonders wichtig, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen.

Negative körperliche und seelische Auswirkungen lassen sich bei Schichtarbeit kaum vermeiden. Der eine wird übergewichtig, der andere hat Sorgen, wie er die Arbeitszeiten und sein Familienleben dauerhaft vereinbaren soll. Arbeitswissenschaftliche Empfehlungen und vor allem das Miteinanderreden kann dazu beitragen, dass die Zufriedenheit der Beschäftigten gestärkt wird und sie die Belastung durch den Schichtdienst besser ertragen können.

Bei der Planung helfen wissenschaftliche Erkenntnisse und die Gefährdungsbeurteilung

Dass Schichtarbeit glatt läuft, das hängt in erster Linie von der Arbeitsorganisation ab. Doch jeder zeitlich noch so ausgefeilte Plan funktioniert nur, wenn dabei die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse über eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit berücksichtigt werden. Neben diesen aus der Praxis entwickelten Empfehlungen bietet die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung weitere Anhaltspunkte.

Wünsche und Bedürfnisse der Beschäftigte berücksichtigen

Der wichtigste Aspekt, der bei der Planung allerdings zu berücksichtigen ist, sind die Wünsche und Bedürfnisse der Beschäftigte. Zum einen wird Schichtdienst unterschiedlich gut verkraftet. Wenn möglich sollte auch beachtet werden, ob jemand eher morgens aktiv ist oder seine Leistung besser später am Tag abrufen kann. Weiterhin spielt u. a. die aktuelle persönliche Situation sowie die allgemeine gesundheitliche Verfassung eine Rolle.

Einige allgemeine arbeitswissenschaftliche Empfehlungen

  • Personen über 50 Jahre sollten nur in Ausnahmefällen Nachtdienst machen, da sie länger für die Regeneration brauchen.
  • Schichtpläne sollten frühzeitig aufgestellt und möglichst nicht kurzfristig geändert werden, damit die Beschäftigten ihren Alltag besser planen können.
  • Es sollten besser ganze freie Wochenenden statt einzelner freier Tage ermöglicht werden, da zusammenhängende freie Tage einen höheren Erholungswert haben.
  • Körperlich schwere oder fehlerkritische Aufgaben sollten möglichst in der Tagschicht erledigt werden.
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