Bin ich ein Alkoholiker?
"Drei bis viermal pro Woche am Abend ein kleines Glas Wein zu trinken, ist noch in Ordnung", meint Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Betriebs- und Werksärzte. Dabei trete in der Regel noch kein Gewöhnungseffekt ein. Doch diese Frage lässt sich sicherlich nicht allgemeingültig beantworten.
Wenn sich die Gedanken schon auf der Arbeit ums Feierabendbier drehen
Ein Alarmzeichen ist, wenn die Gedanken schon vor Dienstschluss um das Feierabendbier oder den Wein kreisen. Das deutet darauf hin, dass Arbeitnehmern der Alkoholkonsum übermäßig wichtig ist und sie in eine Abhängigkeit rutschen können, betont Wahl-Wachendorf.
Aus Gewohnheit Alkoholiker?
Ebenfalls bedenklich sei, wenn Beschäftigte auf einer Feier bemerken, dass sie in kürzester Zeit viel trinken - und deutlich mehr als die anderen. "Das zeigt, dass jemand sehr gewöhnt ist an Alkohol und bewusst darauf zusteuert auf Pegel zu kommen", sagt Wahl-Wachendorf. Der Gedanke an Alkoholmissbrauch liegt hier ebenfalls nicht fern.
Jeder zweite Mann genehmigt sich Feierabendbier
Männer trinken deutlich häufiger als Frauen ein Feierabendbier oder einen Feierabendwein. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative GfK-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Apotheken Umschau". Danach greift fast jeder zweite Mann (49,6 Prozent) regelmäßig zu Bier oder Wein zum Ausklang des Tages.
Von den Frauen macht das nur etwas mehr als jede Fünfte (22,6 Prozent). Insgesamt wurden 1986 Personen befragt.
Machen Sie den Test: lassen Sie eine Woche lang den Alkohol weg
Wer an sich selbst bemerkt, dass er in letzter Zeit viel trinkt, kann als ersten Schritt den Alkohol eine Woche lang weglassen. Wer merkt, dass ihm das über die Maßen schwerfällt, sollte einen Arzt aufsuchen.
Alkoholmissbrauch - Umgang mit Betroffenen
Alkoholmissbrauch ist wegen der damit verbundenen physischen und psychischen Gesundheitsgefahren nicht nur gesellschaftlich problematisch, sondern am Arbeitsplatz ein besonderes Produktivitäts- und Sicherheitsrisiko. Lesen Sie hier, wie Sie Alkoholmissbrauch erkennen und mit Betroffenen umgehen können.
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