BAuA schlägt Geräuschklassen für Computer und Drucker vor
Wer aber leise Geräte kaufen will, muss die Informationen dazu erst in den Herstellerpapieren suchen. Eine Einteilung in Klassen von A bis G, wie man das bereits von Haushaltsgeräten kennt, soll es Einkäufern und Nutzern einfacher machen, Geräte miteinander zu vergleichen. Grundlage für die Klassifizierung sind Projekte der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Die Geräusche von IT-Geräte müssen schon seit Jahren gemessen werden. Die Normen und Vorschriften dafür stehen in der ISO 7779 sowie in der ISO 9296. Die Messwerte der Produkte müssen zudem deklariert werden.
So finden sich die Angaben zu den Geräuschemissionen in den Herstellerunterlagen. Allerdings sind sie dort schwer zu finden und selten vergleichbar.
Bürolärm als Störfaktor
Dass Bürogeräte, wenn sie in Betrieb sind, Lärm erzeugen, der belastet, haben Untersuchungen gezeigt. Die Konzentration lässt nach, die Leistungsfähigkeit verringert sich und über einen langen Zeitraum kann die Beschallung sogar so sehr belasten, dass sie krank macht.
Da aber immer mehr Büroarbeitsplätze entstehen und immer mehr Gerät im Einsatz sind, ist es umso wichtiger, die Geräuschkulisse klein zu halten.
Lärmbelastung - Messmethode und Zuordnung
Um die Geräuschbelastung am Büroarbeitsplatz zu senken, schlagen die Forscher vor, eine Klassifizierung vorzunehmen, bei der die drei Kenngrößen eine Rolle spielen, die sowieso gemessen werden:
- Schallleistung,
- Impulsschlag,
- Tonzuschlag.
Diese drei fassen die Forscher mit dem Begriff „Overall Noise Level“ zusammen. Diese Levels sollen nun sieben Geräuschklassen zugeordnet werden, wobei A die beste und G die lauteste sein wird.
Vergleichbarkeit und Transparenz
Mit den Geräuschklassen A bis G ließen sich Geräte innerhalb einer Produktgruppe – also Drucker mit Drucker, PC mit PC – vergleichen. Ein direkter Lärmvergleich von Laptop mit PC ist damit allerdings nicht möglich, da Laptops wesentlich leiser sind.
Verschiedene Fachgremien halten es für sinnvoll, dieses Konzept zu entwickeln. In den USA gibt es bereits ein Konzept zur Klassifizierung von Geräuschemissionen für Produkte allgemein.
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