20.12.2013 | Serie Glück bei der Arbeit

Was uns glücklich und zufrieden macht

Serienelemente
Glücklich sein kann man lernen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Immer häufiger taucht das Thema Glück in den Medien auf. Nicht verwunderlich, wenn man auf der anderen Seite von mehr Stress und zunehmenden Belastungen liest. Doch was macht glücklich bei der Arbeit? Die Beschäftigten wissen das sehr genau.

Eines vorneweg: Wer unglücklich ist, muss sich damit nicht abfinden. Denn glücklich sein kann man lernen.

Dies testete der Gesundheitswissenschaftler Prof. Esch über sieben Wochen hinweg mit 150 Beschäftigten eines Unternehmens. Das wissenschaftliche Ergebnis: Die Teilnehmer fühlten sich nach einem speziellen Training weniger gestresst, zufriedener und glücklicher.

10 Faktoren, die das Glück beeinflussen

Welche Faktoren tragen überhaupt zum Glück bei der Arbeit bei? Stepstone machte 2012/2013 eine Studie dazu. Als die 10 wichtigsten Faktoren wurden genannt: Auf Platz

  1. respektvoller Umgang,
  2. eine interessante Tätigkeit,
  3. ein gutes Betriebsklima,
  4. eine faire und offene Unternehmenskultur,
  5. Anerkennung für geleistete Arbeit,
  6. Authentizität,
  7. eine gute Work-Life-Balance,
  8. gute Beziehungen mit Kollegen,
  9. angemessene Arbeitsplatzgestaltung sowie
  10. gerechte Bezahlung.

Führungsstil als Einflussfaktor fürs Glück

Führungskräfte können durch ihren Führungsstil dazu beitragen, dass die genannten Faktoren im Unternehmen gelebt werden. Das ist wichtig, denn wissenschaftlich belegt ist: Je weniger negative psychische Belastungen von der Arbeit ausgehen und je weniger der einzelne unter Stress gerät, desto glücklicher und zufriedener ist er.

Glücklich oder zufrieden?

Prof. Esch unterteilt das positive Gefühl in das Glück ...

  • der Vorfreude bzw. des Haben-Wollens,
  • der Erleichterung, etwa wenn Stress nachlässt,
  • der Zufriedenheit, sprich: Ich weiß, dass ich richtig bin und dass ich am richtigen Ort bin. Chronischer Stress ist nicht vorhanden.

Aktiv sein Glück gestalten, aber wie?

Bei der Studie setzte Prof. Esch ein Training ein, dass auf der positiven Psychologie basiert. Mit diesem Ansatz kann jeder aktiv sein Glück gestalten. Diese Selbstverantwortung ist wichtig, denn Glücksgefühle haben oft auch etwas damit zu tun, dass man selbst etwas geschafft oder erreicht hat.

Bei der Untersuchung zeigte sich auch, dass Achtsamkeit und die Fähigkeit, abschalten zu können, eine wichtige Rolle spielen, damit sich die Lebensqualität verbessern kann.

Schlagworte zum Thema:  Zufriedenheit, Unternehmenskultur, Betriebsklima, Wertschätzung, Glück, Arbeit

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