Emotionale Belastungen bei Bahnangestellten
Immer häufiger erscheinen Meldungen, dass sich ein Mensch das Leben genommen hat, in dem er sich vor einen Zug geworfen hat.
Von solch einem Suizid ist immer auch der Fahrer des Zuges betroffen. Für ihn gibt es auf der Schiene keine Möglichkeit auszuweichen, der Bremsweg ist viel zu lang. Nach dem Ereignis braucht er Unterstützung. Dafür sorgt das Unternehmen Bahn schon seit Jahren.
Gesundheitsmanagement bei der Bahn mit speziellem Betreuungskonzept
Das Gesundheitsmanagement der Bahn weiß über die verschiedenen Belastungen seiner Beschäftigten gut Bescheid und kümmert sich gezielt darum.
Damit nach einer außergewöhnlichen emotionalen Situation kein posttraumatisches Belastungssyndrom entsteht, wurde zum Beispiel ein spezielles Betreuungskonzept entwickelt. Betroffene erhalten direkt nach dem Notfall und noch am Unfallort von einem Erstbetreuer Unterstützung. Später übernehmen die Führungskraft und Vertrauensleute, meist Personen, die selbst ähnliche traumatische Erfahrungen gemacht haben, die Betreuung. Gemeinsam besprechen sie, wie es weiter gehen soll und ob zum Beispiel eine Therapie gewünscht ist. Sie helfen auch bei der individuellen und flexiblen Wiedereingliederung.
Stress durch genervte und aggressive Kunden führen zu emotionalen Belastungen
Ganz andere typische Stressmomente entstehen, wenn es auf der Strecke zu Verspätungen oder Zugausfällen kommt. Die Reisenden sind genervt, schlecht gelaunt und manch einer lässt das am Personal aus. Da heißt es ruhig bleiben, so Waltraud Rinke, Gesundheitsmanagement Personenverkehr, in einem Interview mit dem Projekt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGa).
Vielfältiges Angebot für die psychische Gesundheit
Zu den weiteren Schwerpunktthemen des Gesundheitsmanagements der Deutschen Bahn zählen:
- Sucht,
- Erschöpfungsdepressionen,
- Deeskalationsseminare,
- Verhaltenstraining gegen Übergriffe von Dritten,
- Stressmanagementseminare sowie
- Stärkung und Unterstützung der Führungskräfte im Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern.
Das Unternehmen Deutsche Bahn hat rund 50.000 Mitarbeiter. Die Arbeitsplätze – ob im Triebfahrzeug oder im Reisezentrum am Bahnhof – bringen sehr unterschiedliche emotionale und psychische Belastungen mit sich.
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.504
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
6071
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
593
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
582
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
531
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
218
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
173
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
160
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
136
-
Wutausbrüchen am Arbeitsplatz souverän begegnen
131
-
Muskel-Skelett-Beschwerden: Homeoffice birgt höhere Risiken
05.08.2026
-
Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte: Bremen geht neue Wege
03.08.2026
-
Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz: Prävention und Regeln
30.07.2026
-
Überarbeitete DGUV-Regel für die Luftfahrzeug-Instandhaltung
29.07.2026
-
EU setzt auf Prävention: Neue Programme gegen psychische Belastungen
23.07.2026
-
Was tun, wenn die körperlichen Beschwerden am Arbeitsplatz zunehmen
21.07.2026
-
Ikea führt „Stille Stunde“ deutschlandweit ein
14.07.2026
-
Erfolgreich BEM-Gespräche führen
13.07.2026
-
Gefahrstoffverordnung 2025: Strengere Regeln für den Umgang mit Asbest
09.07.2026
-
Wie Unternehmen sich besser auf den Klimawandel vorbereiten können
06.07.2026