Tipps für richtiges Sitzen im Büro
Wer Rückenschmerzen und Schulter- oder Nackenverspannungen vorbeugen will, sitzt besser nicht stundenlang. Sowohl im Job wie in der Freizeit sei eine gute Mischung aus Sitzen, Stehen und Gehen ratsam, erläutert der Dozent Prof. Bernhard Allmann von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken.
Da sich sitzende Tätigkeiten aber nicht immer vermeiden lassen, sollte das eigene Sitzverhalten unter die Lupe genommen werden. Folgende Tipps dazu gibt Prof. Allmann:
Richtig Sitzen - die Sitzhöhe
Arme und Beine befinden sich im rechten Winkel. Die Füße stehen vollständig auf dem Boden. Die Arme liegen locker auf Tisch oder Tastatur auf. Falls möglich, die Tischhöhe anpassen.
Richtig Sitzen - der Abstand zum Bildschirm
Zwischen Augen und Bildschirm sollten mindestens 50 Zentimeter sein. Im Idealfall ist der Monitor so eingestellt, dass die oberste Bildschirmzeile etwas unter der Stelle liegt, auf die der Benutzer schaut, wenn er mit erhobenem Kopf geradeaus blickt.
Richtig Sitzen - die Sitzhaltung
Der Stuhl sollte vollständig genutzt werden und der darauf Sitzende sich immer mal wieder bewegen (dynamisch sitzen): mal vorgeneigt, mal aufrecht und mal zurückgelehnt.
Die Sitzfläche sollte zu zwei Dritteln die Oberschenkel stützen. Auch die Rückenlehne sollte genutzt werden. Das wirkt einer ungesunden Krümmung der Wirbelsäule (Rundrücken) im oberen Bereich entgegen.
Richtig Sitzen - Hilfsmittel richtig verwenden
Armlehnen, Fußstützen und Handballenauflagen können helfen, Arbeitsmittel, wie Tastatur oder Computer-Maus, besser zu erreichen, ohne sich ungesund zu verbiegen. Auch ein Keilkissen oder ein luftgefülltes Kissen kann den Rücken entlasten.
Auch beim Telefonieren macht's die Mischung
Viele Telefonate lassen sich auch im Stehen oder Gehen führen. Im Job geben Headsets Bewegungsfreiheit und verhindern, dass Nacken und Schultern zu stark angespannt werden.
Ausführliche Informationen zum Thema Sitz-Steh-Dynamik finden Sie hier.
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