27.07.2016 | Betriebliches Gesundheitsmanagement

Ein Fall für den Betriebsrat

Bei Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat erforderlich.
Bild: Haufe Online Redaktion

Betriebliches Gesundheitsmanagement dient dem Betrieb und der Belegschaft. Deshalb kann der Betriebsrat sein Initiativrecht nutzen, damit die entsprechenden Maßnahmen eingerichtet werden. Für den Erfolg ist eine enge Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung notwendig.

Beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz. Sowohl räumliche als auch körperliche Bedingungen am Arbeitsplatz werden betrachtet, aber auch mögliche psychische Belastungen etwa durch fehlerhafte Organisation oder mangelhaftes Führungsverhalten. Organisiert wird das BGM im Unternehmen durch den Gesundheitszirkel. Er setzt sich zusammen aus Arbeitgeber, Betriebsarzt, Sicherheitsbeauftragten, Krankenkassen und der Arbeitnehmervertretung.

Mitbestimmungspflicht des Betriebsrates bei organisatorischen oder personellen Veränderungen

Je nach Maßnahme ist es notwendig, dass der Betriebsrat an der Entscheidung beteiligt ist, etwa wenn es um organisatorische oder personelle Veränderungen geht. Diese können notwendig sein, damit Maßnahmen sowohl einen Nutzen für die Beschäftigten haben, als auch einen wirtschaftlichen Mehrwert für das Unternehmen.

Kosten fließen an andere Stelle mehrfach wieder zurück

Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement muss gut geplant sein, denn es kostet Geld. Doch die Investitionen rechnen sich, wie Studien zum "Return on Investment" u. a. der Krankenkassen zeigen. So bewirken BGM-Maßnahmen z. B.

  • eine höhere Produktivität,

  • weniger und kürzere Arbeitsunfähigkeiten der Beschäftigten
,
  • eine Steigerung der Motivation der Arbeitnehmer sowie
  • eine engere Bindung an das Unternehmen.


Steuerfreie Ausgaben und finanzielle Unterstützung durch die Krankenkassen

Wichtig für die Argumentation des Betriebsrates zur Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements kann auch der Hinweis sein, dass der Arbeitgeber nicht alle anfallenden Kosten allein tragen muss. Die Krankenkassen sind gesetzlich zur Unterstützung verpflichtet. Außerdem sind die Ausgaben bis zu 500 EUR pro Jahr und Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und beitragsfrei.

Mehr Informationen zur Rolle des Betriebsrats

Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Fachbeitrag Betriebliche Mitbestimmung im Arbeitsschutz im neuen Haufe Betriebliches Gesundheitsmanagement Office.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliches Gesundheitsmanagement, Betriebsrat

Aktuell

Meistgelesen