Arbeitssituationsanalyse: Die Arbeit aus Sicht der Beschäftigten
Die Arbeitssituationsanalyse, kurz ASA, ist ein pragmatisches und zielgerichtetes Verfahren, mit dessen Ergebnissen sich die Gestaltung der Arbeit bzw. Arbeitsprozesse verbessern lassen. Die wichtigsten Auskunftsgeber dabei sind die Beschäftigten. Denn die wissen am besten, wo es im Betrieb gut läuft und wo etwas nicht funktioniert.
Moderatoren unterstützen die Beschäftigten bei der Arbeitssituationsanalyse
Die Beschäftigten arbeiten mit Hilfe der Arbeitssituationsanalyse zunächst die guten und schlechten Erfahrungen an ihrem Arbeitsplatz heraus. Danach werden die Lösungsideen der Mitarbeiter gesammelt. Sie sind die Grundlage, um die Arbeitssituation bei Bedarf zu verbessern. Die Arbeitssituationsanalyse wird immer von zwei neutralen Moderatoren geleitet. Unternehmensinterne Moderatoren bilden u. a. die Berufsgenossenschaften (BG) aus.
Je mehr unterschiedliche Arbeitsbereiche desto mehr einzelne Arbeitssituationsanalysen
Meist werden in einem Betrieb mehrere Arbeitssituationsanalysen durchgeführt, also z. B. in der Verwaltung, in der Produktion, im Vertrieb usw. Das macht Sinn, da in den unterschiedlichen Bereichen verschiedene Arbeitssituationen vorherrschen. Die Ergebnisse der einzelnen Analysen können am Ende individuell betrachtet und/oder zusammengefasst werden.
Vorab sind ein paar W-Fragen zu klären
Wer kümmert sich um die Arbeitssituationsanalyse? In größeren Unternehmen ist ein Steuerkreis, dem alle wichtigen betrieblichen Akteure angehören, für die Organisation und Durchführung der Arbeitssituationsanalysen verantwortlich. In einem kleinen Betrieb macht das der Unternehmer bzw. Geschäftsführer selbst. Geklärt werden muss in allen Fällen noch wann, wo und mit welchen finanziellen Mitteln die Analyse durchgeführt werden soll.
Diese Bereiche werden bei Bedarf gezielt und lösungsorientiert analysiert
Die zentralen Fragen, um die es bei der Arbeitssituationsanalyse geht sind:
- die Tätigkeit(en) an sich,
- die Arbeitsumgebung inkl. Lärm, Licht etc.,
- die Arbeitsorganisation z. B. im Team oder während Hoch- bzw. Krisenzeiten,
- das Gruppen- und Betriebsklima sowie
- das Verhalten der Vorgesetzen gegenüber den Mitarbeitern.
Bei der Analyse werden nur die Bereiche in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit betrachtet, die als relevant eingestuft wurden. Beides wird im Analyseverfahren ermittelt.
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