23.08.2013 | Fakten aus dem Stressreport

Arbeitsbedingungen mit hohem Stresspotenzial

Wenn Arbeit zur Belastung wird.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Stressreport 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat viele Missstände offen gelegt. Aus der Befragung entstehen jetzt einzelne Factsheets. Das erste ist gerade erschienen: Zeitdruck und Co – Arbeitsbedingungen mit hohem Stresspotenzial.

Auf zwei Seiten ist knapp und verständlich zusammengestellt, was abhängig Beschäftigte in Deutschland stresst und wie stark sie dadurch belastet werden. Vor allem die Schaubilder machen auf einen Blick bewusst, dass sich verschiedene Arbeitsbedingungen unterschiedlich stark auswirken und dass es besonders drastisch wird, wen mehrere Faktoren zusammenkommen.

Hohes Stresspotenzial durch Multitasking und Termindruck

Insgesamt wurden fünf belastende Arbeitsbedingungen abgefragt. Mehr als die Hälfte gab an,

  • verschiedene Aufgaben oder Vorgänge gleichzeitig bearbeiten zu müssen (58 %),
  • starkem Termin- und Zeitdruck bei der Arbeit ausgesetzt zu sein (52 %).

Auch

  • Störungen bei der Arbeit,
  • sehr schnelles Arbeiten und
  • Arbeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit

gehören zu den Faktoren, die die Arbeitsintensität ausmachen.

Häufig viele stressige Arbeitsbedingungen führen zur Erschöpfung

Eine dauerhaft hohe Arbeitsintensität fordert ihren Tribut. Die Gesundheit der Beschäftigten leidet darunter. Fühlen sich nur 7 Prozent der Beschäftigten körperlich und emotional erschöpft, wenn sie keinen belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, so sind es bereits 19 Prozent, wenn drei Faktoren zutreffen und 45 Prozent, wenn alle fünf belastenden Arbeitsbedingungen zusammen über einen längeren Zeitraum auf eine Person wirken.

Tipps, um das Stresspotenzial zu senken

Das Factsheet „Zeitdruck und Co – Arbeitsbedingungen mit hohem Stresspotenzial“ gibt auch Tipps, wie man im beruflichen Alltag stressige Arbeitsbedingungen verändern kann. Hier ein Beispiel daraus:

Störungen durch Anrufe, E-Mails oder Kollegen lassen sich einschränken, wenn man für einen bestimmten Zeitraum am Tag die Bürotür schließt, das Telefon umleitet bzw. auf den Anrufbeantworter stellt und E-Mails nur zu wenigen festen Zeiten bearbeitet.

Mehr zum Thema Burnout finden Sie auf unserer Themenseite.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Überlastung, Burn-out-Syndrom

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