06.01.2015 | Achtsamkeit

Geistige und körperliche Wirkung belegt

Achtsamkeit wirkt
Bild: Haufe Online Redaktion

Lange wurde das Thema Achtsamkeit in die Esoterikecke geschoben. Doch wer sich regelmäßig in Achtsamkeit übt, erwirbt nachweislich mehr innere Ruhe und Gelassenheit. Und das tut der Gesundheit gut.

Heute sind positive Wirkungen von Achtsamkeit auf geistige und körperliche Vorgänge wissenschaftlich belegt. Und auch die Krankenkassen zeigen zunehmend Interesse an Achtsamkeitsmethoden.

Durch Achtsamkeit wird die Lebensqualität verbessert

Achtsamkeitsübungen können zur Entspannung oder Versenkung führen. Und die Zusammensetzung des Blutes sowie Bereiche des Gehirns verändern sich.

Achtsamkeitsübungen: Beschwerden gehen nicht weg, quälen aber weniger

Viele Psychotherapeuten sehen in der Achtsamkeit einen wichtigen Aspekt ihrer Behandlung. Durch Achtsamkeitsübungen gehen Beschwerden, wie etwa chronische Schmerzen nicht weg, doch sie quälen den Patienten weniger.

Aus dem Teufelskreis negativer Gedanken, Gefühle und Fehlverhalten aussteigen

Mit Methoden wie der Mindfulness-Based Stress Reduction, abgekürzt MBSR, auf Deutsch: Stressbewältigung durch Achtsamkeit, lernen Schmerzpatienten aus dem Teufelskreis negativer Gedanken, Gefühle und Fehlverhalten auszusteigen, in dem sie den Schmerz einfach nur als körperliche Empfindung wahrnehmen ohne Wertung. Das Achtsamkeitsprogramm hilft auch bei Depressionen oder Stress.

Mit Achtsamkeit den Körper wahrnehmen und auf seine Signale reagieren

Achtsamkeitsübungen wirken nicht über das Denken, sondern über das Wahrnehmen und Loslassen. Bei den Achtsamkeitsübungen konzentriert man sich z. B. ganz auf den Atem oder den Körper.

So lernen etwa Burnout-Patienten, ihren Körper wahrzunehmen und auf seine Signale reagieren zu können. Viele haben nämlich zu spüren verlernt, wann sie Durst haben, sich bewegen sollten oder eine Pause bräuchten.

Durch Achtsamkeitsübungen körperliche, messbare Veränderungen im Blut und im Gehirn

Wer regelmäßig Achtsamkeit praktiziert, beeinflusst während der Meditation auch die Hormonpegel im Blut. Die Folge: Stress wird reduziert.

Achtsames Meditieren lässt zudem den Mandelkern im Gehirn schrumpfen und den Hippocampus wachsen. Dies konnte durch Computeraufnahmen nachgewiesen werden. Die Folge: Ängste lassen nach, positive Gedanken verstärken sich.

Positive Auswirkungen auf psychische und körperliche Krankheitsbilder durch Achtsamkeitspraktiken

Positive Auswirkungen von Achtsamkeitspraktiken lassen sich bisher u. a. bei folgenden Krankheitsbildern belegen:

  • Stress und Burnout,
  • Depressionen,
  • psychische Störungen und Erkrankungen
wie Angststörungen, Ess-Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Schizophrenie oder Trauma,
  • Schmerz,
  • Hauterkrankungen,
  • Krebs,
  • HIV sowie
  • Sucht.

Achtsamkeit als Prävention macht stark

Wer Achtsamkeit präventiv betreibt, ist wacher und aufmerksamer, stärkt sein Immunsystem und kann mit Stress gelassener umgehen.

Schlagworte zum Thema:  Achtsamkeit, Resilienz, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Entspannung, Stressabbau

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