Garagen

Zusammenfassung

 
Begriff

Garagen dienen dem Abstellen von Kraftfahrzeugen und enthalten, abgesehen von seltenen Fällen (z. B. Büro der Garagenaufsicht) keine Aufenthaltsräume. Unterteilt werden Garagen nach der Muster-Garagenverordnung in

  • offenen Garagen,
  • offene Kleingaragen und Kleingaragen,
  • geschlossene Garagen,
  • oberirdische Garagen,
  • automatische Garagen.

Diese Einteilung findet sich nicht in allen Länderfassungen wieder. Die Einteilung der Kategorie erfolgt über die Nutzfläche. Demnach sind Garagen mit einer Nutzfläche

  • bis 100 m² Kleingaragen,
  • über 100 m² bis 1000m² Mittelgaragen,
  • über 1000 m² Großgaragen.

Ein Einstellplatz ist eine Fläche, die dem Abstellen eines Kraftfahrzeuges in einer Garage oder auf einem Stellplatz dient.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Die Grundsätze zur Errichtung und dem Betrieb von Garagen und Stellplätzen finden sich in den Landesbauordnungen der Länder. Im Gegensatz zu anderen Sonderbauvorschriften, sind diese in jedem Bundesland unterschiedlich, wobei es für Berlin und Nordrhein Westfalen keine eigene Garagenverordnung gibt. Dort sind die entsprechenden Abschnitte in die Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen für Berlin und in die Verordnung für den Bau und Betrieb von Sonderbauten als Kapitel oder separatem Teil integriert worden:

1 Keine besondere Brandgefahr

Von der ursprünglichen Meinung zu Beginn der Motorisierung, dass Garagen Räume mit besonderer Brandgefahr seien ist man mittlerweile abgekommen, da die Erfahrungswerte dies nicht bestätigen konnten. Die Gefahr für Personen, die sich vorübergehend in den Garagen aufhalten, liegt am ehesten in der Verqualmung der weitreichenden Anlagen.

 
Wichtig

Überprüfung des aktuellen Standes der Landesbauordnung erforderlich

Insbesondere bei Neu- oder Umplanungen ist immer der aktuelle Stand der zugehörigen Landesbauordnung zu beachten und heranzuziehen.

2 Wesentliche Anforderungen an Garagen

2.1 Begriffe und allgemeine Anforderungen

Neben der Einstufung zu welchem Typ Garage das jeweilige Bauwerk gehört, finden sich heute in einigen Ländern auch zusätzliche Definitionen wie die Einrichtung von Frauenparkplätzen und Einstellplätze für Personen mit Kleinkindern (Hessen), Parkplätze für Menschen mit Behinderung oder wie in Hamburg allgemeine Anforderungen zur Sicherheit – Überschaubarkeit und Art der hellen Gestaltung.

Unterscheidung von Garagen nach Größen und Arten

  • Offene Garagen haben unmittelbar ins Freie führende unverschließbare Öffnungen, die insgesamt mindestens 1/3 der Gesamtfläche der Umfassungswände entsprechen oder mindestens 2 sich gegenüberliegende Umfassungswände haben, mit ins Freie führenden Öffnungen die ≤ 70 Meter voneinander entfernt sind. Bei diesen Garagenarten ist eine ständige Querlüftung vorhanden. Zu den offenen Kleingaragen zählen diejenigen, die unmittelbar ins Freie führende Öffnungen in einer Größe von mind. 1/3 der Gesamtfläche der Umfassungswände haben.
  • Um geschlossene Garagen handelt es sich, wenn die für offene Garagen geforderten Eigenschaften nicht eingehalten werden.
  • Oberirdische Garagen: ihr Fußboden liegt im Mittel nicht mehr als 1,50 m (Muster-GarVO) unter der Geländeoberfläche (abweichend z. B. Brandenburg 1,40m).
  • Automatische Garagen haben keinen Personen- und Fahrverkehr. Die Kraftfahrzeuge werden mit mechanischen Förderanlagen von der Garagenzufahrt zu den Garageneinstellplätzen gebracht und ebenso zum Abholen ...

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