13. Bundespreis Ecodesign würdigt zehn zukunftsweisende Ideen
Am 2. Dezember wurden die Preisträger:innen des Bundespreises Ecodesign im Bundesumweltministerium geehrt. Bundesumweltministerin Steffi Lemke betonte, dass die hohe Zahl der Einreichungen für den Preis zeige, wie wichtig umweltgerechtes Design geworden sei. Die prämierten Projekte seien Vorreiter in ihren Branchen und kombinierten exzellentes Design mit reduzierter Umweltbelastung.
Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, erklärte, dass die diesjährigen Preisträger:innen bedeutende Impulse in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Materialentwicklung und technologische Innovation setzen und daher besondere Anerkennung verdienen. Sie zeigen, wie durch modernes Design und fortschrittliche Produktionsmethoden der Ressourcenverbrauch minimiert und eine nachhaltige Materialnutzung gefördert werden kann.
Sonderpreis für zeitloses Design vergeben
In diesem Jahr wurde die Bedeutung langlebiger Produkte und zeitlosen Designs hervorgehoben. Zeitloses Design zeichnet sich durch Einfachheit, Funktionalität, lange Lebensdauer und eine beständige Ästhetik aus, die über kurzlebige Trends hinausgeht. Es verbindet hohe Nutzungsqualität mit klarer Formensprache und schafft Produkte, die Generationen überdauern. Der Kaffeehausstuhl von Thonet ist ein Paradebeispiel für diese Prinzipien. Dank seines visionären Designs, das sich seit über 160 Jahren bewährt hat, erhielt er den Sonderpreis für zeitloses Design.
Jurymitglied Werner Aisslinger betonte, dass die minimalistische Konstruktion des Stuhls heute als Vorbild für ökologisches Design gilt, das langlebig, robust und nachhaltig ist - ein Symbol für die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und moderner Umweltverantwortung.
Wettbewerb wird am 20. Januar 2025 erneut europaweit ausgeschrieben
Seit 2012 wird der Bundespreis Ecodesign jährlich vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin ausgeschrieben. Der Wettbewerb prämiert herausragende Arbeiten in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs, die aus Umwelt- und Designsicht überzeugen. Er richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen sowie Studierende europaweit. Gesucht werden langlebige und kreislauffähige Produkte, Prozesse und Systeme, die zur Nachhaltigkeitstransformation beitragen.
Der Bundespreis Ecodesign geht 2024 an folgende Projekte:
Kategorie Nachwuchs:
- Break-up Lab | Sophia Reißenweber (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)
- Entopolis – ein Serious Game | Anne Carolin Klosson (ecosign Akademie für Gestaltung Köln)
- Soft Spot | Franziska Baumgartner (Akademie der Bildenden Künste München)
Kategorie Konzept:
- ONOX | Raumideen GmbH & Co KG (Firmensitz: Pullach)
Kategorie Service:
- Tork PaperCircle® | Essity Professional Hygiene Germany GmbH (Firmensitz: Mannheim)
Kategorie Produkt:
- Kynd Hair – pflanzliches Kunsthaar | Kynd Hair GmbH (Firmensitz: Berlin)
- PIGMENTURA | CHT Germany GmbH (Firmensitz: Tübingen)
- Schwalbe Green Marathon | Schwalbe – Ralf Bohle GmbH (Firmensitz: Reichshof)
- Sleep til Infinna™ | ARMEDANGELS – Social Fashion Company GmbH (Firmensitz: Köln)
Sonderpreis für zeitloses Design in der Kategorie Produkt:
- Kaffeehausstuhl | Thonet GmbH (Firmensitz: Frankenberg)
Ecodesign – worum es geht
Ecodesign geht weit über den bloßen Einsatz energieeffizienter Kühlschränke und Taschen aus wiederverwerteten Materialien hinaus. Bei diesem Konzept wird der komplette Lebenszyklus eines Produkts berücksichtigt – angefangen von der Rohstoffgewinnung, über die Fertigung, den Vertrieb und die Nutzung bis zur Wiederverwertung oder Entsorgung. Neben dem Fokus auf Energieverbrauch und verantwortungsvollem Ressourcenumgang spielen auch Aspekte des Nutzerverhaltens, der Haltbarkeit und der Reparierbarkeit eine Rolle.
Ein gutes Design zeichnet sich durch Langlebigkeit aus; je länger die Lebensdauer eines Produkts, umso vorteilhafter ist es für die Umwelt. Hierbei sind nicht nur Material- und Konstruktionsfragen entscheidend, sondern auch die ästhetische Gestaltung. Ecodesign berücksichtigt gleichermaßen die Ästhetik, Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit sowie Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit.
-
Wirrwarr um die EU-Entwaldungsverordnung – und was Unternehmen jetzt tun sollten
430
-
Marginal Abatement Cost Curve (MACC): Vorteile und Anwendung
22
-
In vier Schritten zur Klimarisikoanalyse
18
-
Kreislaufwirtschaft - die "7 R"
17
-
Zertifikate für Biodiversität: Ein schwieriges Terrain
10
-
Der Transitionsplan – die Routenführung der CO2-Reduktion
9
-
Bundestag novelliert Energiewirtschaftsgesetz: Großbatteriespeicher werden privilegiert
9
-
Gamification: Was Klimaschutz-Apps für Mitarbeitende bringen
8
-
Transitionsrisiken managen: Der Nutzen eines internen CO2-Preises
8
-
Nachhaltige Batterien: Wie Graphit die Mobilitätswende prägt
8
-
Energiewende? Läuft! Sogar von unten
20.11.2025
-
Bundestag novelliert Energiewirtschaftsgesetz: Großbatteriespeicher werden privilegiert
14.11.2025
-
Umweltzertifizierung im Unternehmen: Standards, Vorteile und Umsetzung
06.11.2025
-
EU-Umweltminister einigen sich auf Klimaziel bis 2040
05.11.2025
-
Wirrwarr um die EU-Entwaldungsverordnung – und was Unternehmen jetzt tun sollten
31.10.2025
-
Insetting – Klimaschutz in der eigenen Lieferkette effektiv umsetzen
29.10.2025
-
Stadt, Wasser, Luft
28.10.2025
-
EU-Entwaldungsverordnung: Neue Verzögerung sorgt für Diskussionen
22.10.2025
-
Reparieren statt Wegwerfen: Warum Elektroschrott uns alle betrifft
13.10.2025
-
Auf dem Weg zur emissionsarmen Logistik: Eine Bestandsaufnahme aus Sicht von Amazon
02.10.2025