Lego bringt Reifen aus recycelten Fischernetzen und Motoröl auf den Markt
Die Lego Gruppe hat angekündigt, künftig Reifen für ihre Bausätze aus recycelten Materialien herzustellen. Nach Angaben von Lego enthalten die neuen Reifen „rSEBS“, ein Material, das durch die Wiederverwendung von ausrangierten Seilen und Netzen von Hochseeschiffen in Kombination mit recyceltem Motoröl entsteht. Ziel ist es, den Einsatz fossiler Rohstoffe zu reduzieren. Die neuen Reifen enthalten mindestens 30 Prozent recycelte Bestandteile und sind bisher in sieben LEGO-Sets zu finden. Bis Ende 2025 sollen sie in rund 120 verschiedenen Sets zum Einsatz kommen.
Legos Nachhaltigkeitsstrategie
Annette Stube, Chief Sustainability Officer bei Lego, sagt: Dies ist ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, Lego-Produkte nachhaltiger zu machen und unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. In den letzten fünf Jahren haben wir viel Zeit in die Entwicklung und Erprobung dieses neuen Recyclingmaterials investiert, um sicherzustellen, dass es unseren hohen Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit entspricht.
Die Initiative ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die das Unternehmen ergreift, um seinen Nachhaltigkeitsverpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört das Ziel, bis 2032 Produkte aus nachhaltigeren Materialien herzustellen, das heißt aus erneuerbaren oder recycelten Ressourcen, die wenig oder keinen Abfall erzeugen. Dazu gehören auch Projekte wie die Verwendung von Bio-Polyethylen aus Zuckerrohr für bestimmte Lego-Teile und die Verwendung von recyceltem Kunstmarmor für transparente Elemente.
Ein Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie der Lego Gruppe ist die Investition in die Erforschung nachhaltiger Materialien, um den CO2-Fußabdruck von Produkten und Verpackungen zu reduzieren. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 hat Lego den Anteil erneuerbarer Materialien in seinen Bausteinen im Vergleich zum Vorjahr um 83 Prozent erhöht.
Herausforderungen bei der Umstellung
Im Jahr 2023 gab das Unternehmen bekannt, dass es seine Pläne zur Herstellung von Steinen aus rPET-Kunststoff aus recycelten Flaschen - eines seiner wichtigsten Projekte zur Abkehr von fossilen Kunststoffen - nach zweijährigen Tests aufgegeben habe, nachdem es zu dem Schluss gekommen war, dass dies letztlich nicht zu einer Verringerung der Kohlenstoffemissionen führen würde. Die Lego-Gruppe hat nach eigenen Angaben mehr als 600 verschiedene Materialien für ihre Steine und Elemente getestet.
-
Tschüss, Greenwashing-Siegel: Was ab September 2026 nicht mehr auf die Verpackung darf
85
-
EUDR-Update: Kommission legt Vereinfachungspaket vor
28
-
Wasserstoff im Ofen: Der Feind bringt Hoffnung
18
-
Marginal Abatement Cost Curve (MACC): Vorteile und Anwendung
17
-
Die strategische Bedeutung und Umsetzung von Transitionsplänen
14
-
In vier Schritten zur Klimarisikoanalyse
10
-
Kreislaufwirtschaft - die "7 R"
10
-
PPWR in der Praxis – Handlungsempfehlungen für Verpackungshersteller und Produktverkäufer
10
-
Biotope statt Beton: Umweltminister Schneider kündigt Gesetz zur „Natürlichen Infrastruktur“ an
10
-
Auswirkungen der PPWR auf die Industrie
9
-
Batteriepass ab 2027: Neue Testumgebung für Unternehmen ist online
24.06.2026
-
Quo Vadis Carbon Accounting?
16.06.2026
-
Wasserstoff im Ofen: Der Feind bringt Hoffnung
12.06.2026
-
Unternehmen ohne Hitzeschutz: Ertrag und Wirtschaftlichkeit drohen dahinzuschmelzen
11.06.2026
-
Schutz vor Hitze am Arbeitsplatz ist eine Führungsaufgabe
11.06.2026
-
„Beschwerdeverfahren sind das wichtigste Instrument für Risiken bei indirekten Lieferanten“
02.06.2026
-
PIK-Studie errechnet möglichen Dominoeffekt des Klimazolls
01.06.2026
-
Klimaanpassung: vom Kostenposten zur Investition
28.05.2026
-
Product Carbon Footprint: Schlüssel zur Klimaneutralität von Produkten
26.05.2026
-
Tag der biologischen Vielfalt: Was Unternehmen zum Schutz der Artenvielfalt tun können
22.05.2026