Razzia gegen organisierte Schwarzarbeit in der Baubranche
Bei einem Verdächtigen fanden sie 500.000 EUR Bargeld: Mit einer Groß-Razzia in sieben Bundesländern sind die Behörden gegen organisierte Schwarzarbeit am Bau vorgegangen. Zeitgleich haben am Mittwoch knapp 800 Einsatzkräfte von Zoll und Polizei 70 Wohn- und Geschäftsgebäude durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hauptzollamt Schweinfurt mitteilten. Drei serbische Staatsangehörige im Alter zwischen 37 und 47 Jahren wurden im Raum Frankfurt als Beschuldigte verhaftet.
Der Schwerpunkt der Aktion lag im Rhein-Main-Gebiet. Durchsuchungen fanden auch in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Saarland und Rheinland-Pfalz statt.
Die Ermittlungen richten sich gegen eine 15-köpfige Tätergruppe mit zahlreichen Nationalitäten. Sie soll über ein Firmengeflecht gezielt Schwarzgelder für Baufirmen generiert haben. Dafür wurden Arbeiter nicht oder nicht mit ihrer vollen Arbeitszeit bei den Sozialversicherungen angemeldet. Differenzen wurden mit Schwarzzahlungen beglichen.
Gruppe soll 28 Mio. EUR hinterzogen haben
Nach derzeitigem Stand soll die Gruppe knapp 28 Mio. EUR Steuern und Sozialabgaben hinterzogen haben. Die Ermittler verfügten bei den Beschuldigten Vermögensarreste über zunächst 15 Mio. EUR. Bei einem der Hauptbeschuldigten wurden laut einem Justizsprecher rund 500.000 EUR Bargeld sichergestellt.
"Der große Einsatz des Zolls heute zeigt erneut: Der Zoll schützt Menschen vor Ausbeutung und geht konsequent gegen Schwarzarbeit und die Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben vor", erklärte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Das sei auch eine Frage der Gerechtigkeit.
Er kündigte zudem an, den Zoll weiter stärken zu wollen: "Wir machen den Zoll moderner und schlagkräftiger, indem wir Aufgabengebiete neu bündeln und die Organisation an der Spitze verschlanken", sagte er.
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