Wirtschaft fordert Vereinfachung von Steuerverfahren bei Einfuhrumsatzsteuer
"Das Ende 2020 geänderte Verfahren ist aufwändig, entzieht insbesondere kleinen und mittelständischen Firmen Liquidität und stellt einen Standortnachteil dar", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Das Bündnis fordert daher die Einführung der Direktverrechnung, die in fast allen anderen EU-Mitgliedstaaten längst Anwendung finde. Bei der Direktverrechnung wird die Einfuhrumsatzsteuer nicht an die Zollbehörde entrichtet, sondern auf dem Steuerkonto beim Finanzamt vorgeschrieben und mit dem Vorsteuererstattungsanspruch verrechnet.
Kritik am aktuellen Fristenmodell
Derzeit bezahlen die Unternehmen bei der Einfuhr von Gütern in die EU die Steuer an den Bund, können diese Wochen später bei den Landesfinanzverwaltungen als Vorsteuer anmelden und erhalten nochmals später etwaige Erstattungen. Die finanzielle und administrative Belastung für Bund, Länder und Wirtschaft hält das Bündnis für zu hoch.
Wie der Deutsche Steuerberaterverband e. V. erläutert, hat der Gesetzgeber die Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer zuletzt zum 1.12.2020 reformiert. Seither gelte das Fristenmodell. Dieses ermöglicht zwar einen Zahlungsaufschub. Aber eben keine direkte Verrechnung mit dem Vorsteuererstattungsanspruch. Dies mildere die Liquiditätsbelastungen kleiner und mittlerer Unternehmen nur bedingt ab.
Sehr häufig hätten gerade KMU kein eigenes Aufschubkonto, weil sie beispielsweise die hierfür notwendige Anzahl an Einfuhren bzw. die benötigten Mindesteinfuhrsummen nicht erreichen. In Folge können sie laut DStV nicht von der verlängerten Fälligkeitsfrist für die Einfuhrumsatzsteuer profitieren, was ihre Liquidität belaste.
Gutachten zum Verrechnungsmodell
Ein aktuelles Gutachten des Deutschen Maritimen Zentrums (DMZ) hat die Vorteile der Direktverrechnung herausgearbeitet. Es sei "konkurrenzlos" und führe nicht zu Steuermindereinnahmen.
-
Bundesrat stimmt Aktivrentengesetz zu
2.2324
-
Bundesrat stimmt Steueränderungsgesetz 2025 zu
1.874
-
Steueränderungen 2026
1.386
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
1.149457
-
Erste Fragen zum digitalen Steuerbescheid ab 2026 geklärt
1.092
-
Schonfrist für Offenlegung der Jahresabschlüsse 2024
938
-
Behindertenpauschbetrag: Höhe, Anspruch & Steuer-Tipps
5961
-
Neue Pflichtangaben bei Reverse-Charge-Leistungen
591
-
Gewerkschaftsbeitrag soll steuerlich bessergestellt werden
525
-
DStV gibt Update zu digitalen Steuerbescheiden
496
-
Mannheim Tax Index 2025
09.01.2026
-
Koalition droht neuer Streit um Steuerreformen
08.01.20261
-
Steueränderungen 2026
02.01.2026
-
Schonfrist für Offenlegung der Jahresabschlüsse 2024
22.12.2025
-
Bundesrat stimmt vielen steuerrechtlichen Änderungsgesetzen und Verordnungen zu
19.12.2025
-
Siebte Verordnung zur Änderung steuerlicher Verordnungen
19.12.2025
-
Wiedereinführung der Steuerentlastung für Agrardiesel
19.12.2025
-
Stromsteuersenkung für die Wirtschaft
19.12.2025
-
Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung
19.12.2025
-
Bundesrat stimmt DAC8-Umsetzungsgesetz zu
19.12.2025