Lindner bindet Amt an steuerliche Entlastung entsprechend Inflation
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat seinen Verbleib im Amt daran geknüpft, dass die Steuerbelastung der Bürger entsprechend der Inflation gemildert wird. Mit Blick auf das Anfang des Jahres erhöhte Bürgergeld sagte der FDP-Vorsitzende der "Welt am Sonntag", dort werde für das kommende Jahr eine Nullrunde geben - und "für die arbeitende Bevölkerung spürbare steuerliche Entlastungen". Auf den Einwand, dass die Regierungspartner dagegen seien, setzte er hinzu: "Mit einem liberalen Finanzminister wird es aber nicht passieren, dass die Freibeträge und der Steuertarif nicht an die Inflation angepasst werden."
Anpassung der Lohn- und Einkommensteuer in drei Schritten bis 2026
Anfang Juni waren Pläne bekanntgeworden, nach denen der Finanzminister die Effekte der Inflation ausgleichen und Steuerzahler in den nächsten Jahren um 23 Mrd. EUR entlasten will. Geplant sei eine Anpassung der Lohn- und Einkommensteuer in drei Schritten bis 2026, hatte Lindner gesagt, um die kalte Progression auszugleichen.
Gegenwind von SPD- und Grünen-Politikern
Von zuständigen SPD- und Grünen-Politikern hatte es angesichts des Koalitionsstreits über den Bundeshaushalt für das kommende Jahr Gegenwind gegeben. Sparappelle passten nicht mit Steuergeschenken für Besserverdiener zusammen, wurde argumentiert. Denn von einem Abbau der kalten Progression profitierten vor allem jene, die viele Steuern zahlen müssten.
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Julian Langmann
03.07.2024 16:39 Uhr
Die Grundidee die Kalte Progession abzumindern ist ja begrüßenswert, muss aber natürlich gegenfinanziert werden. Steuerhinterziehung mal tatsächlich auch bei den großen Fischen ernsthaft verfolgen (Cum-Ex Aufarbeitung ist ein schönes Beispiel) und Geldwäsche Pradis Deutschland trocken legen (Wo sonst kann man Bar ein Haus bezahlen?).