Grundsteuerreform im Saarland
In einer Mitteilung vom 17.12.2020 des Ministeriums für Finanzen und Europa wird von einer ausgewogene Lastenverteilung bei Grundsteuerreform gesprochen. Während das Bundesmodell weiterhin eine Besteuerung des Grundbesitzes nach der Werterelation von Grundstücken und Gebäuden zum Ziel habe, stellten Länder wie Bayern zukünftig maßgeblich auf feste Werte für Grundstücks- und Gebäudeflächen ab. Die Wertigkeiten blieben dabei ganz oder teilweise unbeachtlich.
Dazu sagte Finanzminister Peter Strobel: "Indem wir uns am Bundesmodell orientieren, wird es weiterhin eine wertbasierte Besteuerung geben. Es wäre weder fair noch sachgerecht, wenn der Quadratmeter in einfachen Lagen genauso hoch besteuert werden sollte wie in Toplagen."
Öffnungsklausel: Differenzierung bei Steuermesszahlen
Mit der Nutzung der Öffnungsklausel soll bei der Besteuerung des Grundvermögens im Bereich der Steuermesszahlen eine Differenzierung nach Grundstücksarten vorgenommen werden. Dadurch werde die durch das Bundesmodell zu erwartende Mehrbelastung für bestimmte Grundstücksarten reguliert. „Mit landesspezifischen Messzahlen können wir auf die Gegebenheiten vor Ort reagieren. Wir vermindern den Regulierungsbedarf der Kommunen durch Anpassung der Hebesätze. Außerdem fördern wir die für das Gelingen des Reformvorhabens unerlässliche Akzeptanz unter den Steuerzahlern“, so der Finanzminister.
Bisherige Regelung verfassungswidrig
2018 wurde die bisherige Regelung der Grundsteuer vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. 2025 muss die Berechnung auf neuer Grundlage erfolgen. Im Bundesmodell ermöglicht eine Öffnungsklausel den Ländern, eigene Wege bei der Grundsteuer zu gehen. Vor dem Saarland haben bereits Sachsen, Hamburg und Baden-Württemberg eigene Gesetzentwürfe auf den Weg gebracht.
Tipp der Redaktion: Mit einem neuen GrStG-Kommentar von Michael Roscher , zunächst als "Erstkommentierung zum reformierten Grundsteuergesetzes mit Bewertungsrecht", verschaffen Sie sich rasch einen fundierten Überblick über die Grundsteuerreform des Bundes.
-
Einkommensteuerreformgesetz 2027
541
-
E-Rechnung
4289
-
Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht
383
-
Bundesregierung plant Tabaksteuererhöhung ab 2027
336
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
3304
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
319
-
Regierungsentwurf für ein Jahressteuergesetz 2026
285
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
2803
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
219459
-
Referentenentwurf zur Reform der Steuerberaterprüfung
182
-
Steuersenkung für Diesel und Benzin
21.09.2026
-
BStBK und DStV fordern praxistaugliche Regeln für KMU
18.09.2026
-
Verrechnungsmodell bei der Einfuhrumsatzsteuer beschlossen
16.09.2026
-
Digitale Bezahlmöglichkeit soll angeboten werden müssen
11.09.20261
-
Außenprüfungsordnung in Kraft getreten
10.09.2026
-
Anhebung der Alkoholsteuer im Haushaltsbegleitgesetz
09.09.2026
-
Einkommensteuerreformgesetz 2027
02.09.2026
-
EuGH-Urteil zur Grunderwerbsteuer trifft Deutschland (noch) nicht
28.08.2026
-
Referentenentwurf zur Reform der Steuerberaterprüfung
26.08.2026
-
Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz zur Modernisierung der Organisation der Zollverwaltung
18.08.2026