Entlastungswirkung der Umsatzsteuersenkung auf Gaslieferungen
In Ihrer Antwort ( BT-Drucksache 20/7305 ) weist die Bundesregierung auf das BMF-Schreiben v. 25.10.2022, III C 2 - S 7030/22/10016 :005, hin. Danach werden die Lieferungen von Gas oder Wärme durch Versorgungsunternehmen an Kunden nach Ablesezeiträumen (z. B. vierteljährlich oder jährlich) abgerechnet.
Abrechnung nach Stichtagsmodell
Sofern die Ablesezeiträume zu einem Zeitpunkt nach dem 30.11.2022 und vor dem 1.4.2024 enden, sind grundsätzlich die Lieferungen des gesamten Ablesezeitraums dem Umsatzsteuersatz von 7 Prozent zu unterwerfen. Sofern Ablesezeiträume nach dem 31.3.2024 enden, sind grundsätzlich die Lieferungen des gesamten Ablesezeitraums dem Umsatzsteuersatz von 19 Prozent zu unterwerfen.
Abrechnung nach Zeitscheibenmodell
Manche Versorger rechnen jedoch auch mit verkürzten Abrechnungszeiträumen zum 30.9.2022 ab. Die Finanzverwaltung lässt es nach dem BMF-Schreiben in diesem Fall für umsatzsteuerrechtliche Zwecke zu, diese gesonderten Abrechnungen bei Kunden in der Weise vorzunehmen, dass die Ergebnisse der Ablesezeiträume, die regulär nach dem 30.9.2022 und/oder vor dem 1.4.2024 enden, im Verhältnis der Tage vor und ab dem 1.10.2022 aufgeteilt werden (Zeitscheibenmodell).
Erst das Zeitscheibenmodell ermögliche es, den Willen des Gesetzgebers zielgenau umzusetzen und Verbraucher für 18 Monate zu entlasten. Dies wäre hingegen bei einem jährlichen Abrechnungszeitraum mit dem Stichtagsmodell nicht erzielbar.
Zudem erleichtere das Zeitscheibenmodell den Versorgern die Abrechnung gegenüber den Kunden. Denn bei Preisänderungen sie nach der Gasgrundversorgungsverordnung der für die neuen Preise maßgebliche Verbrauch zeitanteilig zu berechnen. Entsprechendes gelte nach bei Änderung des Umsatzsteuersatzes. Vor dem Hintergrund dieser gesetzlichen Regelung hätten die Versorger in ihren IT-Systemen regelmäßig das Zeitscheibenmodell implementiert.
BMF-Schreiben regelt keine zivilrechtlichen Fragestellungen
Die Bundesregierung betont, dass es sich bei dem BMF-Schreiben um eine Verwaltungsanweisung handele, die lediglich die Finanzverwaltung bindet. Es obliege den Vertragsparteien zu prüfen, ob zivilrechtliche Regelungen eine bestimmte Abrechnungsmethode indizieren.
-
Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht
555
-
E-Rechnung
4119
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
4114
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
2853
-
Anhebung der Alkoholsteuer im Haushaltsbegleitgesetz
265
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
222459
-
Steuersenkung für Diesel und Benzin
206
-
Bundesregierung plant Tabaksteuererhöhung ab 2027
203
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
196
-
Außenprüfungsordnung in Kraft getreten
192
-
Bundesrat fordert Steuerbefreiung für Scheidungsimmobilien
30.09.2026
-
Was eine Besteuerung von Kryptowerten nach § 20 EStG praktisch bedeutet
29.09.2026
-
Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes
25.09.2026
-
Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht
24.09.2026
-
Steuersenkung für Diesel und Benzin
21.09.2026
-
BStBK und DStV fordern praxistaugliche Regeln für KMU
18.09.2026
-
Verrechnungsmodell bei der Einfuhrumsatzsteuer beschlossen
16.09.2026
-
Digitale Bezahlmöglichkeit soll angeboten werden müssen
11.09.20261
-
Außenprüfungsordnung in Kraft getreten
10.09.2026
-
Anhebung der Alkoholsteuer im Haushaltsbegleitgesetz
09.09.2026