Grundsicherung: Neuregelungen in der Corona-Krise

Der Bundesrat hat am 27.3.2020 dem Sozialschutz-Paket zugestimmt. Dieses soll die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abfedern. Es enthält ein ganzes Bündel von Maßnahmen – so auch den erleichterten Zugang zu Leistungen der Grundsicherung. 

Grundsicherung: Aussetzen der Vermögensprüfung 

Wer in der Zeit vom 1.3.2020 bis 30.6.2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes in den ersten sechs Monaten behalten. Erst danach greifen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen. 

Übernahme der Kosten der Unterkunft 

Wenn ein Anspruch auf Grundsicherung vorliegt, übernimmt das Jobcenter auch die Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten. Diese Kosten werden bei Neuanträgen, die vom 1.3. bis zum 30.6.2020 beginnen, für die Dauer von sechs Monaten in der tatsächlichen Höhe anerkannt. 

Kein Weiterbewilligungsantrag der Grundsicherung notwendig 

Grundsicherungsleistungen werden in der Regel für zwölf Monate bewilligt. Für Kunden, die aktuell schon Leistungen beziehen, gilt folgendes: Für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 31.3.2020 bis einschließlich 30.8.2020 enden, werden die Leistungen automatisch weiter bewilligt. Kunden brauchen in diesen Fällen keinen Weiterbewilligungsantrag stellen. 

Grundsicherung und Kinderzuschlag: Online-Seminar am 9.4.2020, 10 Uhr

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und Neuregelungen im Bereich der Grundsicherung bieten wir am 9.4.2020 ein Online-Seminar an. In diesem Seminar werden die Sonderregelungen ausgehend vom Gesetzestext und der amtlichen Begründung eingehend erläutert. Am Ende des Seminars ist aufgrund der Aktualität ausreichend Raum für Fragen. 

Hier finden Sie weitere Informationen oder können sich direkt anmelden.

Bundesagentur für Arbeit/Haufe Online Redaktion
Schlagworte zum Thema:  Grundsicherung, Coronavirus