Umfrage

Mehrheit der Deutschen befürwortet sozialen Pflichtdienst


Sozialer Pflichtdienst

Laut einer Forsa-Umfrage begrüßen 75 Prozent der Deutschen die Einführung einer sozialen Pflichtzeit. Der mindestens sechsmonatige Dienst könnte in sozialen Einrichtungen, bei der Bundeswehr oder im Katastrophenschutz abgeleistet werden. Bundespräsident Steinmeier unterstützt die Idee eines allgemeinen Gesellschaftsdienstes.

Drei Viertel der Deutschen würde einer Umfrage zufolge eine soziale Pflichtzeit für alle Bürgerinnen und Bürger begrüßen. 75 Prozent der Befragten gaben in der Forsa-Umfrage an, dass sie die Einführung eines solchen mindestens sechsmonatigen Dienst grundsätzlich gut finden würden. 23 Prozent der Teilnehmer der Befragung für den «stern» und RTL antwortete, dass sie das nicht gut finden würde. 2 Prozent machten keine Angabe. 

Repräsentative Umfrage zu einer sozialen Pflichtzeit

In der Fragestellung wurden als Beispielinstitutionen für den Dienst soziale Einrichtungen, die Bundeswehr und der Katastrophenschutz genannt. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Pflichtzeit im Laufe des Lebens stattfinden solle. Für die den Angaben nach repräsentative Umfrage befragte das Institut Forsa 1.009 Menschen zwischen dem 13. und 14. November. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3 Prozentpunkten. 

Debatte über sozialen Pflichtdienst  

Immer wieder wird über die Einführung eines Gesellschaftsdienstes diskutiert – insbesondere im Zuge der Debatte über eine Wehrpflicht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier etwa ist für einen allgemeinen Dienst für die Gesellschaft. «Nach meiner Überzeugung, lassen Sie mich das sagen, wäre langfristig eine Pflichtzeit für alle am gerechtesten, die die einen bei der Bundeswehr, die anderen in sozialen Bereichen verrichten», sagte er in der vergangenen Woche. Die schwarz-rote Koalition einigte sich auf eine Reform des Wehrdienstes, der zunächst auf Freiwilligkeit setzt.

dpa

Schlagworte zum Thema:  Sozialrecht , Umfragen
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