14.02.2014 | Rezeptfreiheit

"Pille danach" sorgt für Ärger in der GroKo

Debatte um Medikamentenfreigabe für "Pille danach"
Bild: Haufe Online Redaktion

Soll die "Pille danach" auch in Deutschland rezeptfrei erhältlich sein? Die Meinungen in der Koalition gehen auseinander.

In der Debatte über eine Freigabe der "Pille danach" geht die SPD-Gesundheitsexpertin Hilde Mattheis auf Konfrontationskurs zur Union. "Ich glaube, dass wir als SPD in wichtigen und zentralen Punkten unsere Position durchaus weiter vertreten sollten".

Medikamentenfreigabe verläuft in anderen Ländern positiv

Während die Koalitionspartner CDU und CSU eine Aufhebung der Verschreibungspflicht ablehnen, verwies Mattheis auf positive Erfahrungen in anderen Ländern und warb für eine fraktionsübergreifende Lösung im Bundestag.

Union gegen rezeptfreie Abgabe

Das Parlament wollte sich am Abend mit 2 Anträgen der Opposition befassen, in denen Linke und Grüne ein Ende der Verschreibungspflicht fordern. Die Union lehnt eine Freigabe jedoch kategorisch ab. Die CDU-Abgeordneten Jens Spahn und Karin Maag begründeten dies mit dem Schutz der Betroffenen: "Frauen, die befürchten, nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr schwanger geworden zu sein, brauchen eine kompetente Beratung."

Schwangerschaftsabbruch mit "Pille danach"

Die "Pille danach" kann eine Schwangerschaft verhindern, wenn sie spätestens 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Im vergangenen Jahr wurde das Medikament nach Informationen einer Tageszeitung deutschlandweit 463.000 Mal verschrieben.

Die Freigabe der "Pille danach" wird bereits seit 2003 diskutiert (s. News v. 15.1.2014).

Schlagworte zum Thema:  Pille danach, Schwangerschaftsabbruch, Medikament, Rezeptfreiheit

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