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AOK stoppt Versicherteninformation wegen Organspendeskandal

Versicherteninformation zur Organspende wegen Skandalen gestoppt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wegen der Skandale rund um Organspenden stoppen die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) ihre Pläne, die rund 24 Mio. Versicherte ab September regelmäßig über die Organspende zu informieren.

Der Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, sagte am 8.9.2012, dass die AOK ihren Versicherten zunächst kein individuelles Info-Material und keine Organspendeausweise zuschicken wird. Der Organspendeskandal habe in der Bevölkerung zu großen Irritationen geführt. "Daher brauchen wir dringend eine Aufklärung der Vorwürfe, mehr Transparenz im Organspendeverfahren und eine strikte Kontrolle." Daran müsse aber noch gearbeitet werden.

Spätere Information noch offen

Graalmann ließ ausdrücklich offen, ob die AOK mit dem Versenden der Informationsbriefe beginnen wird, wenn am 1.11.2012 das neue Transplantationsgesetz in Kraft tritt. Die erst im Sommer verabschiedete Novelle sieht vor, dass die Krankenkassen ihre Versicherten immer wieder Informationsmaterial über das Thema Organspende und einen Spenderausweis zuschicken.

Derzeit wird aber noch kontrovers diskutiert, wie die Organvergabe manipulationssicher umgestaltet werden kann.

Schlagworte zum Thema:  Organspende, Transplantationsgesetz, Organspendeausweis

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